DIRTY PRETTY THINGS am 19.11.2008 im Postbahnhof


Ein nahezu perfektes Konzert.



TWO SHOES hieß die erste Band des Abends, deren Auftrag es war, die Menge auf eines der letzten Dirty Pretty Things-Konzerte vorzubereiten. Mit Indierock versuchten sie, das Publikum zu bestechen, was ihnen – außer bei ihrem eigenen kleinen Fanclub – nicht so recht gelingen wollte. Das schien daran zu liegen, dass TWO SHOES sich von ihrer Musik her lediglich mit dem viel benutzten Becken von anderen Indiebands abhoben, ansonsten aber keinen großen Wiedererkennungswert hatten. Trotzdem, ihren Spaß aufzutreten, ließen sie sich von keinem nehmen, sympathisch und professionell spielten die fünf Jungs ihr Set. Und als dann gegen Ende zwei Schuhe auf die Bühne geworfen wurden, mussten auch die kritischsten Zuschauer lächeln.



Von Abschiedsstimmung war bei den DIRTY PRETTY THINGS von Anfang an keine Spur. Auch wenn das Konzert in Berlin eines ihrer letzten als Band war – am 01. Oktober gaben sie ihre Trennung bekannt – die Freude und Leidenschaft, mit der sie ihre Songs zum Besten gaben, waren nicht zu übersehen. Und auch im Publikum nutzte man eine dieser letzten Gelegenheiten, die Band noch einmal live zu erleben, lieber um zu tanzen, mitzusingen und den Herren um Carl Barât (Ges, Git) zu zeigen, wie viel ihnen die Musik der Dirty Pretty Things bedeutete. Allerdings wurden von einigen in der Menge Libertines-Songs gefordert, Anthony Rossomando (Git, Voc) gab ihnen lachend mit der freundlichen Geste „Finger-in-Hals“ aber zu verstehen, dass dies nun mal eine andere Band sei (und eben nicht die ehemalige von Carl Barât und Drummer Gary Powell). Kurz darauf wurde das Verlangen nach den Libertines dann aber doch gestillt, als sie den alten Song ‚I Get Along‘ spielten.



Doch nicht nur Rossomando war gut gelaunt, nacheinander riefen er, Didz Hammond (Bass) und Barât den Namen der wohl bekanntesten Rollstuhlfahrer-Comicfigur: „Timmmeeey“ (aus „Southpark“). Das geschah vor, nach und während der letzten Songs, was dazu führte, dass nicht nur im Publikum, sondern auch auf der Bühne herzlich gelacht wurde.
Gute Musik, Singspiele, Klatschspiele, Pogo, Crowd Surfing, Seifenblasen und eine Band, die ihren Humor nicht verloren hat: ein nahezu perfektes Konzert.



www.dirtyprettythingsband.com
www.myspace.com/dirtyprettythingsofficial

Fotos © Yola Sornsakrin // popmonitor.berlin 2008
Autor: [EMAIL=yola.sornsakrin@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Yola Sornsakrin[/EMAIL]

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