DREDG – Catch Without Arms

Während die Fans von DREDG drei Jahre lang in Internet-Foren aufgeregt über mögliche Formen und Inhalte eines neuen Longplayers spekulierten, trieb die Band ihre Kreativität auf die Spitze.

Dieses Album ist definitiv der Anwärter auf die Spitzenposition meiner persönlichen Jahres-Albumcharts. Was DREDG mit Catch Without Arms abliefern, ist ein absolut hitverdächtiges Album, gespickt mit hochkarätigen Songs, die sich einfach in Mark und Bein festsetzen.

Schon Monate vor der Album-VÖ wurde unter DREDG-Anhängern hitzig diskutiert, wann denn die Band endlich wieder ihre musikalische Laufbahn fortsetzen wird. Gerüchte verdichteten sich und siehe da: Die Homepage von wurde wieder frei geschalten, ein Grund zum Feiern für alle Fans!

Schon Tage später kursierten erste Proberaumaufnahmen und Rough-Mixes im WorldWideWeb, mich erreichten die Demoaufnahmen (insgesamt 4 Songs) über zig Ecken Anfang dieses Jahres. Allein die ersten Versionen von ‚Zebraskin‘ und ‚Sang Real‘ (damals meine absoluten Favoriten) sowie ‚Jamais Vu‘ und ‚Uplifting News‘ ließen keinen Zweifel: Dieses Album wird groß! Doch dass es meinen Erwartungsrahmen sprengen konnte – damit hatte ich nicht gerechnet.

Meine Favoriten sind längst ausgetauscht gegen die neuen Songs ‚Planting Seeds‘, ‚Spitshine‘ und ‚Matrushka‘. Nicht nur, weil die Demosongs durch minimale Veränderung in den Arrangements und abschließendes Mastering ein wenig an Esprit verloren haben, sondern weil Catch Without Arms einfach vollgepackt ist mit Lieblingssongs.

Zum Stil des Albums lässt sich sagen, dass Sänger GAVIN HAYES absolut alle Songs mit seiner markant glockenklaren Stimme dominiert, wodurch einiges teilweise an Schärfe und Härte verliert, dies durchaus aber den Songs zu Gute kommt. Dass dabei U2-ähnliche Ausmaße entstehen können (‚Matroshka‘ und ‚Bug Eyes‘), verwundert nicht, haben doch alle Bandmitglieder an ihrer jeweiligen Kunst gefeilt und eben auch an balladesken Stilelementen Gefallen gefunden.

Ihre Melodien wirken sanft und verstörend zugleich und bestätigen den typischen DREDG-Stil. Dabei braucht man jedoch nicht auf ihre altbewährten experimentellen Elemente verzichten, die sich durch das gesamte Album ziehen. Dezente Slide- und Surfsounds werden eingestreut, Samples aus „Backenklatschern“, Kindergesang sowie soften Klaviertönen verbinden die einzelnen Songs, wobei Gitarrist MARK ENGELS erneut mit viel Hall- und Roomeffekten aufwartet und das ganze Album somit aufwertet.

Einprägsame Harmonien, reißende Refrains und knackige Drums kann man auf Catch Without Arms erwarten. Live sind DREDG am 30.06.05 im Kato zu sehen. Hingehen!

DREDG
Catch Without Arms
(Universal Music/ Interscope)
VÖ: 27.06.05

www.dredg.com
www.universal-rock.de

Autor: [EMAIL=kathleen.jurke@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Kathleen Jurke[/EMAIL]

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