ELENA FARR – Voices In My Head


Dame mit Bart.



ELENA FARR ist nicht weiblich, zumindest nicht diese hier. Das wird bereits bei den ersten Tönen klar, denn so tief runter kommen wohl die wenigsten Damen. Vorliegende Elena Farr ist vielmehr eine musikalische Combo aus Düsseldorf, noch genauer gesagt Stefan Kürten (ehemals Superbilk), der – zusammen mit Drummer Stefan Dötsch und Bassist Happi Müller – zwangbefreite Töne anschlagen möchte: „Wir müssen gar nicht machen, was angesagt ist“.

Und so finden sich auf Voices In My Head dann auch die unterschiedlichsten Stilelemente und Einflüsse wieder, die manchmal mehr, manchmal weniger einfach, oder anders gesagt – eingängig sind. Während der Opener ‚Once Upon A Time‘ zunächst einen problemlosen Einstieg ermöglicht, ist man beim folgenden ‚Blue‘ möglicherweise schon ziemlich überrascht ob der unerwartet dunklen Stimme, die sich im Refrain über recht schmissige Gitarrenriffs legt. Auch die restlichen Titel sind teilweise etwas… wie sagt man das im Deutschen so schön: gewöhnungsbedürftig. Während sich die Melodien selbst relativ schnell ihren Weg bahnen und von Anfang an irgendwie angenehm vertraut klingen (Mitte-/End-80er lassen grüßen), blitzt vereinzelt der erste irritierte Eindruck wieder auf, was den Gesang betrifft.

Doch Nörgelei beiseite: ein nettes Debütalbum haben die drei da zusammengebastelt. „Man macht halt das, woran man Spaß hat“, so Happi Müller. Und bei vielen, aufgeregt durcheinander schnatternden Stimmen im Kopf kommt dann eben auch eine bunte (und vielleicht nicht alltägliche) Mischung heraus.

ELENA FARR
Voices In My Head
(lolila / Broken Silence)
VÖ: 08.01.2010

http://www.myspace.com/elenafarrmusik

Autor: [EMAIL=verena.gistl@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Verena Gistl[/EMAIL]

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