EMANUEL – Soundtrack to a Headrush

[BLOCK][B]Als ich im Pressetext lese, dass ihre Lieblingsbands die Beatles und Led Zeppelin sind, kann ich mich vor lauter Vorfreude kaum bremsen.[/B]

[img]content/images/Emanuel_StaH_2005_05_30.jpg[/img]

Sie machen auf dicke Hose und rocken und rotzen zu Beginn gleich richtig vom Teller. Der Frontshouter MAT BREEN duelliert sich selbst zwischen Aggro- und Melodiegesang. (Achtung roter Faden!) Auf jeden Fall hat er etwas zu sagen und möchte unter keinen Umständen überhört werden. Der zweite Track ‚Buy American Machines‘ geht auch mächtig ab, kann man echt nicht anders sagen. Übrigens von den Beatles fehlt jegliche Spur, und auch mit Led Zeppelin haben sie höchstens ein Marshall Amp und die elektrischen Gitarren gemeinsam. Klingt sehr modern und hart, voller Wut und Brachialität und trotzdem melodiös.

Auch bei EMANUEL muss ich gestehen, dass ich so etwas eigentlich nicht höre, kann also keine direkten Vergleiche zu Artgenossen ziehen. Ich riskiere, sie in eine Schublade zu stecken, die Emocore heißt. Das sollte passen. Je öfter man sie hört, desto angenehmer wird es dann doch. Für wen könnte das etwas sein? Nun, um mal ein paar Namen zu nennen: Wer Hoobastank, Linkin Park und Konsorten mag, kann beruhigt mal reinhören. Ein wenig härter werden sie dann wohl doch sein, höre ich da etwa Machine Head oder doch Offspring raus? Hhm. Sie sind chaotisch und explosiv und doch langweilig. Ich werde nicht so recht warm mit denen, zu heftig für mein Alter. Sie klingen heftig und rustikal. Handgemacht, sehr wichtig.

Das Booklet von Soundtrack to a Headrush erinnert mich dann doch tatsächlich an Led Zeppelins dritte Scheibe. Feine Sache das ist, Yoda sagen würde. Ansonsten plätschert die Scheibe vor sich hin. Von plätschern kann hier aber wiederum auch keine Rede sein, denn es klingt wie ein unbeständiges Wetter, April oder November, vielleicht. Zwischen frühlingshafter Hoffnung auf einen schönen Sommer und genervt sein vom Dauerregen. Heute hier, morgen da. Sehr abwechslungsreich und dann eben doch jedes mal dieselbe Leier. Irgendetwas scheint zu fehlen. Die ultimativen Ohrwürmer oder der letzte Kick, der vom Herzen kommt. Obwohl sie schon irgendwie machen, was sie wollen, mir allerdings zu poppig und brutal sind. Zu sehr Mainstream, zu sehr nicht getraut, ohne Kompromisse loszurocken (stimmt auch nicht), zu sehr auf der sicheren Seite sein wollen (vielleicht schon eher). Ich werd aus denen nicht schlau. Interessant, oder?[/BLOCK]

EMANUEL
[I]Soundtrack to a Headrush[/I]
(Vagrant Records/ Rough Trade)
VÖ: 28.03.2005

www.vagrant.uk.com

Autor: [EMAIL=marceese@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]marceese[/EMAIL]

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