EMIL BULLS – Oceanic


Es bewegt sich wieder was. Die Emil Bulls sind zurück. Neues Album, eine Tour und viel Aufsehen!



Die Band hat mehr als 16 Jahre Band-Geschichte auf dem Buckel und bringt mit Oceanic die sage und schreibe siebte Platte heraus. Das können nicht viele Bands behaupten, vor allem in ihrer Musikrichtung. Denn viel ist passiert, es gibt neue Musik, aufregende neue Bands und Stilrichtungen. Somit könnte man denken, dass es schwer wird, wieder Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Jedoch haben die EMIL BULLS einiges für ihren Sound getan, sich mit der neuen Platte auf neue Elemente eingelassen und einiges an Spielereien eingebaut. Ob elektronische Einflüsse, Trompeten, Bombast-Chöre, 80s Gitarren-Solos oder auch Vocoder-Stimmen, alles vermischt mit der soliden Härte der Band macht die Scheibe durchaus interessant.

Oceanic beginnt mit einem melodischen Intro, sehr episch und atmösphärisch, gefolgt von einem echten Break, Double-Bass und Gain auf 10! Hammer. Was die Band auszeichnet, sind äußerst poppige Refrains, die im Ohr bleiben. ‚The Concubines Of Debauchery‘, Anspieltipp Nr. 1. Nachdem wieder zwei, drei härtere Stücke das Album pflastern, folgt mit ‚Jaws Of Obilivion‘ ein echter Hit des Albums, der sich durch ein gutes Arrangement auszeichnet, das auf einen simplen, einprägsamen Refrain trifft.

Dass bei der Band ein gewisser Metal-Core-Einfluss vorhanden ist, ist ja schon länger bekannt, und Song Nr. 6 repräsentiert diesen wohl am besten. Auch wenn mich Metal-Core als Musikrichtung nicht so recht überzeugt, hat dieser Song wieder einen genialen Refrain, was dann auch Double-Bass und die „Keyboard“-Gitarre im Hintergrund rechtfertigt. Man sollte sich auf jeden Fall für Überraschungen auf Oceanic bereit halten. Das auf ‚Battle Royal‘ folgende ‚I Bow To You‘ stellt den ruhigsten und emotionalsten Song auf der CD dar, dessen Akustik-Gitarre und großartige Vocal-Lines den Song gar zu einer 1A Radio-Nummer machen, auch von nicht ausschließlich auf Metal/Alternative fokussierten Sendern. Ist das schlecht? Auf keinen Fall!

Im Anschluss geht es vielseitig weiter, immer wieder harte Breaks und Riffs gefolgt von melodischen Refrains. Natürlich darf auch eine Rock-Disko-Nummer nicht fehlen, so ist ‚The Knight In Shining Armour‘ bestens für den anspruchsvollen Alternative/Metal-Disko-Gänger geeignet, der nicht immer mit dem Kopf schütteln, sondern auch mal tanzen möchte. Top! Da bewegen sich die Hüften auch noch beim zehnten Bier, doch zum Ausgleich gibt es abschließend dann wieder eine Art Ballade, schließlich gibt es auf dem Album ohnehin ein stetes Auf und Ab. Melodie & Verzerrer geben sich die Klinke in die Hand.

Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn eher skeptisch war. Viele haben die Band ja mit dem Cover von ‚Take On Me‘ von A-HA 2001 das erste Mal kennengelernt, doch wenn man zwischendurch ihre Stationen und musikalischen Entwicklungen verfolgt hat, ist man doch bis heute immer wieder erstaunt.

Großes Album! Um sich von neuen und alten Songs live ein Bild zu machen, sind die EMIL BULLS auf Tour. Karte kaufen, hingehen, freuen!

EMIL BULLS
Oceanic
(Drakkar / Sony Music)
VÖ: 30.09.2010

13.10.2011 Köln – Live Music Hall
14.10.2011 Osnabrück – Rosenhof
15.10.2011 Berlin – Lido
17.10.2011 Rostock – Mau-Club
18.10.2011 Kiel – Pumpe
20.10.2011 Hannover – Musikzentrum
21.10.2011 Erfurt – HsD
22.10.2011 Dresden – Beatpool
24.10.2011 Magdeburg – P 7
25.10.2011 Leipzig – Werk / Halle D
28.10.2011 Cham – LA
31.10.2011 Karlsruhe – Substage
02.11.2011 Aschaffenburg – Colos Saal
03.11.2011 Ulm – Roxy
04.11.2011 Bochum – Matrix
05.11.2011 Hamburg – Knust
08.11.2011 Wien – Szene / AT
10.11.2011 Nürnberg – Hirsch
11.11.2011 Kaiserslautern – Kammgarn
12.11.2011 Schüttorf – Komplex
03.12.2011 München – Backstage Werk

www.emilbulls.de
www.myspace.com/emilbulls

Autor: [EMAIL=christopher.koch@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Christopher Koch[/EMAIL]

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