FATBOY SLIM – Palookaville

FATBOY SLIM, der große Held der Tanzflächen und Strandpartys, ist wieder da. Mit Palookaville steht das vierte Album des Engländers in den Läden.

Um Dance Music war es schon mal besser bestellt: Ende der Neunziger zum Beispiel, als NORMAN COOK – alias FATBOY SLIM – mit ‚The Rockafeller Skank‘ die Charts und so ziemlich jede Indie-, Dance-, Strand- und Privatparty von San Francisco über Berlin bis Sydney stürmte. Damals nannte man diese Bewegung Big Beat und FATBOY SLIM war quasi der Chef des Ganzen.

Mittlerweile will niemand mehr etwas mit Big Beat zu tun haben und auch Dance Music befindet sich laut FATBOY SLIM ‚unter kreativen Aspekten im freien Fall‘.
Das und seine Mitarbeit am letzten BLUR-Album haben ihn bewogen auf Palookaville einiges anders zu machen. So entstanden die 12 Songs nicht mehr nur durch fleißiges Samplen und Loopen sowie am Computer programmierten Beats, sondern auch unter Mithilfe von Gastmusikern und deren ‚echten‘ Instrumenten. Bei dem bereits aus einer Mobilfunkwerbung bekannten ‚Long Way From Home‘ unterstützt ihn mit JOHNNY QUALITY gleich eine ganze Band.

Auf Palookaville befinden sich dadurch größtenteils Pop-Songs. Im Gegensatz zu früheren Dance-Platten arbeitet FATBOY SLIM nun in den klassischen Songstrukturen des Pop (Strophe, Refrain, Mittelteil, Refrain…). ‚Put It Back Together‘, eine Gemeinschaftsarbeit mit DAMON ALBARN, könnte genauso auch auf einem BLUR-Album veröffentlicht werden.
Trotzdem bleibt seiner Musik diese unverwechselbare Leichtigkeit, die die Musik von FATBOY SLIM für jeden tanzbar macht, erhalten.

Selbstverständlich ist aber auch der ursprüngliche FATBOY SLIM-Style auf der Platte vertreten. Die erste Single ‚Slash Dot Dash‘ hat noch immer die alte Big Beat-Energie, die jeden Körper sofort zappeln lässt. Auch ‚Jin Go Lo Ba‘ eignet sich vorzüglich für die Tanzfläche und ‚Wonderful Night‘ weiß durch seinen wunderbar funkigen Groove sofort zu überzeugen.
Nicht überzeugend, eigentlich auch nicht zu erklären, ist, warum FATBOY SLIM, also einer der musikalischen Vordenker, die tausendvierhundertzweiund…ste Cover-Version – im Übrigen nicht mal besonders originell – von STEVE-MILLERs ‚The Joker‘ veröffentlicht.
Da dies aber nur ein zwölftel der Platte ausmacht, ist Palookaville insgesamt sehr schön anzuhören und wie alle seine Alben für jede Party geeignet. Zwar ist dieses Album keine musikalische Innovation, aber welcher Musiker erfindet schon zwei Musikstile in seiner Karriere?

FATBOY SLIM
Palookaville
(Sonymusic)
veröffentlicht

http://www.fatboyslim.net

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