FAUN – Licht

[B]Zum zweiten Mal stoßen FAUN die Tore in ihre musikalische Traumwelt auf.[/B]


Schon seit dem letztjährigen WGT habe ich mich auf diese Veröffentlichung gefreut: der Faune neuster Tonträger, der sich nach dem Vorgänger Zaubersprüche einer hohen Erwartungshaltung meinerseits zu stellen hatte.

Bereits auf oben erwähntem Festival hatte die Band mit Erfolg ihr neues Programm, das eine Erweiterung in gleich mehreren Punkten darstellt, live präsentiert: Personell wurde die Formation auf mittlerweile fünf feste Mitglieder aufgestockt: RÜDIGER MAUL an den percussions wurde „fest angestellt“, und NIEL MITRA wurde als Mann für’s Elektronische engagiert.

Das wirkt sich natürlich auch muskalisch aus: Wurde bisher ausschließlich „Handarbeit“ geleistet, so finden sich auf dem neuesten Werk nun auch synthetischen Klänge, die sich aber eher ergänzend neben Gesang und Instrumenten einordnen und glücklicher Weise die mittelalterlich-romantische Klangatmosphäre nicht (zer)stören, sondern im Gegenteil gar trefflich unterstützen.

Wieder leitet ein Intro mit einem rückwärts gesprochenen Zitat das Album ein, dessen Konzept eine Reise durch das traditionelle Liedgut verschiedenster Kulturen ist. So findet man mal textlich, mal musikalisch Bezugspunkte zur keltischen Bretagne, Ungarn, Osteuropa, Island, Ägypten und natürlich auch zu Deutschland.
Rhytmisch abwechslungsreich – von tanzbar bis balladenhaft – präsentieren sich die Stücke auch textlich in einer sprachlichen Bandbreite, die neben Hoch- und Mittelhochdeutsch auch Latein, Ungarisch und skandinavisches Sprachgut umfasst.
Der Gesang wird – mal ein-, mal zweistimmig – von ELISABETH PAWELKE, FIONA RÜGGEBERG und Band-Mastermind OLIVER „SA TYR“ PADE gekonnt dargeboten, wobei man sich aber auch oft zurück hält und die Musik wirken lässt.

Als Bonus sind auf der CD zwei Videotracks enthalten, die die Band bei Live-Auftritten im Frühjahr bzw. Sommer 2003 zeigen.

Licht kommt als liebevoll und aufwändig gestaltetes Digipak einher, dem ein ausführliches und schön bebildertes Booklet beiliegt, in dem sämtliche Texte nebst englischer Übersetzung, Hintergründen und zusätzlichen Infos enthalten sind.

Für mich bleibt nur zu sagen: FAUN haben nun eindeutig bewiesen, dass sie sich nicht hinter Szene-Größen wie QNTAL oder HELIUM VOLA zu verstecken brauchen. Dieses Werk ist rundum gelungen und eine würdige Fortsetzung ihres musikalischen Schaffens.
Freunde des Genres können (und sollen!) bedenkenlos zugreifen.


FAUN
Licht
(Eigenproduktion / ZOMBA)
veröffentlicht

(Bezug direkt über die FAUN-Webpage oder bei Amazon)

http://www.faune.de

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