FIRST TAKE Vol. 1


Heute mit: THE DIRTY STRINGS, VERY, KLARTEXT und MARYCONES



Bands in Berlin hatte schon vor einiger Zeit dazu aufgerufen: „Leute, schickt uns eure Demo Tapes!“ Und wir können es nicht anders sagen: Die Resonanz war und ist absolut überwältigend! Täglich kommen tonnenweise Einsendungen und so haben wir uns entschieden, eine neue Rubrik zu eröffnen. Willkommen bei: ‚First Take‘, der Ecke für Newcomer. Diese Rubrik setzt sich zum Ziel, Nachwuchsbands die Möglichkeit zu geben, ihre Demos rezensieren zu lassen. Wir achten hierbei weniger darauf, welchen Stil ihr spielt, oder wie gut eure Aufnahmen sind, sondern vielmehr wie viel Energie, Leidenschaft und Potenzial eure Songs besitzen. Eine objektive Betrachtung eben, die euch unter genau den selben Aspekten behandelt, wie es professionellen Bands tagtäglich wiederfährt. Also, hier wird keiner der rezensierten Bands zur Sau gemacht, sondern BiB kritisiert konstruktiv, wie ihr es von uns gewohnt seid. Natürlich treffen wir eine Vorauswahl, d.h. nicht alle Demos die hier landen, werden auch besprochen, doch auch bei Nichterwähnung sollte niemand von Euch den Kopf hängen lassen, es können halt nicht alle in den Genuss kommen, von uns besprochen zu werden.

Die Ehre der aller ersten Rezension in unserer ‚First Take‘-Sparte hat dann auch gleich die Berliner Band: THE DIRTY STRINGS. Die fünfköpfigen Combo sandte uns ihre 3 Track Demo-CD bestehend aus den Songs ‚0800sc‘, ‚Let It Out‘ und ‚Too Hot‘ zu.
THE DIRTY STRINGS existieren seit Mitte 2005 und sehen sich als Rock’n’Blues-Band mit Einflüssen des Brit-Rocks. Dies wird speziell beim Gesang deutlich, der zuweilen stark an The Clash erinnert, bzw. bei ‚Too Hot‘ scheinbar den Ramones ein letztes Denkmal setzten will. Instrumental sind die Songs solide gespielt, die Gitarren-Soli haben aber, meiner Meinung nach, einen sehr hohen Wiederholungsdrang. Dies sollte natürlich niemanden davon abhalten, THE DIRTY STRINGS einmal live zu erleben, denn neben ihren Eigenkompositionen sind die Fünf immer wieder für Coverversionen alter Rockklassiker gut zu haben. Und wie sich die Stones mit der Stimme von Joe Strummer anhören, dass könnt ihr dann selbst beurteilen.



www.thedirtystrings.de

Es läuft mir normalerweise der kalte Schauer den Rücken runter, wenn ich in Bandinfos lesen muss: „Die Arme weit ausgebreitet, sucht Band XY die große Geste, das große Gefühl, die große Melodie“, aber wenn man sich daraufhin das Album But Things Could Be Different der Band VERY anhört, kann man nur sagen: Alle Achtung, das ist euch gelungen!

In keiner Nuance ist hier zu erkennen, dass es sich um eine deutsche, geschweige denn eine Berliner Band handelt, erinnert einen der Sound doch eher an britische Bands wie Travis oder die Manic Street Preachers. Ende 2000 gegründet, hat sich die Band in den letzten Jahren nicht nur kleine Achtungserfolge erspielt (Rotationen auf RadioEins), sondern mit Sänger/Songwriter Henry einen atemberaubend, vielseitigen Frontman, dessen Stimme den zumeist hymnischen Songs die gefühlte Tiefe verleiht. Einfach schön, und man kann VERY nur wünschen, dass sie es ganz weit bringen werden.



www.very-music.de

Es ist eine Wohltat, endlich mal wieder eine HipHop-Crew aus Berlin-Brandenburg (Kleinmachnow) anzutreffen, die nicht aus halbstarken Gehirnamputierten besteht und uns ständig mitteilen will, in was für einem abgefuckten Ghetto sie leben. Mit der CD DerRedeWert von KLARTEXT kommt wieder intelligenter Wortwitz, gepaart mit eleganten Beats und funky Samples in eure Wohnzimmer. Obwohl sie ansatzweise an die frühen Blumentöpfe erinnern (was ja nichts Schlechtes ist), schaffen sie es aufgrund ihrer plastischen Texte und den durchweg ansprechenden Skills, eine eigene Note zu setzten. Von den MCs, über den DJ und die Instrumentalisten von KLARTEXT, jeder hat auf seine individuelle Art eine eigene Stimme, und der sollte man unbedingt zu hören. Wir haben es getan und sind begeistert.



www.klartext-hiphop.de

Wer von Euch hat schon einmal etwas von ChansonSka gehört? Niemand?
Na dann wird es Zeit, denn was hier in CD-Form auf unsere Schreibtische geflattert kam, bringt eine ungeahnte Dynamik an den Start, die in der Berliner Musiklandschaft seines gleichen sucht. MARYCONES heißt die Band und mit ihrem zweiten Album Prioritaire, einem frischen Stilmix aus Chanson, Ska und Rock gepaart mit deutschen und französischen Texten versprühen sie die Leichtigkeit des bevorstehenden Sommers. Wer von euch sich schon jetzt einen lauen Sommerabend wünscht, ein Glas Rotwein (oder die ganze Flasche) genießen möchte, um sich seiner Gedanken hinzugeben, dem sei diese Band wärmsten empfohlen.
Und wem das nicht reicht, der sollte sich doch einfach auf ein Konzert der MARYCONES begeben, denn eines ist sicher: Da geht die Post ab!!



www.marycones.de

Autor: [EMAIL=tim.schaefer@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Tim Schäfer[/EMAIL]

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