FRANK ZANDER – Rabenschwarz

Böse, böse, böse … ZANDER at his best!



Wenn irgendwo der Name von Berlins Schlagergröße FRANK ZANDER fällt, fängt sofort mindestens einer an zu brummen: „Hier kommt Kurt! …“.
Darüber hinaus hat der Frühsechziger in über 30 Jahren im Business gleich generationsweise die Herzen von Schnulzenfans mit Schmalzpötten wie ‚Ja, wenn wir alle Englein wären‘ etc. höher schlagen lassen.

Wieso also meldet sich nun ausgerechnet jemand wie ich freiwillig für den Review des neusten ZANDERschen Machwerks Rabenschwarz?
Genau deshalb eben, weil es rabenschwarz ist.
Im Gegensatz zu den meisten seiner Amtskollegen ist und war FRANK ZANDER nämlich nicht ausschließlich Schnulzenbarde, sondern hatte auch immer schon eine zynisch-humoröse Ader, die sich in Machwerken wie besagter Kurt-Hymne oder auch dem ‚Nic-Nac-Man‘ von 1973 widerspiegelt.

Seine neueste Scheibe, auf der bezeichender Weise ein Aufkleber mit der Aufschrift „Das Ende des deutschen Schlagers“ prangt, widmet er quasi gänzlich dieser Ader, und das sehr zu meiner Freude komplett auf Kosten von einer ganzen Reihe seiner Mit-Schlagerfutzies: Eine Handvoll allseits bekannter Evergreens werden hier auf brachiale Weise mit Hilfe von schweren Gitarren und düsteren Vocals, die vom Stile her an den Bayreuth – Zyklus von JOACHIM WITT erinnern, schonungslos „uminterpretiert“.
Wenn zu ’17 Jahr, blondes Haar‘ das fette Gitarrenriff schrammelt, ‚Verdammt ich lieb Dich‘ mit tiefem Reibeisen gesungen wird, und ‚Es fährt ein Zug nach Nirgendwo‘ sich wie der RAMMSTEIN-Remix anhört, dann flucht ROLAND KAISER, zetert GUNTER GABRIEL und droht UDO JÜRGENS mit dem Anwalt.
RAMMSTEIN selbst finden die Scheibe übrigens dufte!

So fern mir der Großteil des ZANDERschen Schaffens sonst auch liegen mag, ich finde die Scheibe wirklich lustig!

Fein jemacht Zandie, so machen Schlager Spaß!

http://www.frank-zander.de

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