FRITZCLUB-Eröffnungsparty am 29.01.05 im Postbahnhof

[B]Feuchtfröhlich und mit einer super Band-Besetzung wurde vergangenen Samstag der neue Live-Club des Radiosenders FRITZ eingeweiht.[/B]

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Zwar fiel das Publikum teilweise deutlich jünger als erwartet aus (just den Führerschein in der Tasche?) und tat sich auch nicht sonderlich als zahlfreudig hervor (erwischt beim Alkohol reinschmuggeln!!!)… Dennoch muss man sagen: Die Eröffnungsparty des FRITZCLUBS im Postbahnhof war sowohl für die Macher als auch für die Gäste ein erfolgreicher Start in die musikalische Zukunft. Die Orientierung in Sachen Musikgeschmack der heutigen Jugend lässt durchaus auf rosige Zeiten hoffen!

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Den Anfang des Abends bestritt die Band KLEE. Ihrer wirbelnden Frontfrau Suzie scheint die Band es zu verdanken, dass sich insbesondere Mädels mit dem dargebotenen deutschen Synthie-Pop der Wahl-Kölner identifizieren und anfreunden können.

Dabei würde ich mich persönlich über mehr Mut zu einer reduzierteren Bühnenperformance freuen. Es würden einem dann vielleicht eine zeitweise vor Hast und Hektik keuchende Sängerin sowie (sicherlich durch das anstrengende Auf-der-Bühne-Herumwirbeln verursachte) unverzeihliche Sätze wie „An dem folgenden Song spalten sich die Gelehrten und Geister“ erspart bleiben.
Vielleicht lässt dies (der Song hieß übrigens ‚Wodka‘) aber auch erahnen, welch kreatives Songwriter-Potenzial in diesem Ausnahmetalent schlummern muss?! Gut gerockt haben KLEE trotzdem, textlich waren jedoch TELE interessanter.

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Die Freiburger sind nämlich ein so dermaßen eingespieltes Team, dass es eine Freude war, ihren Songs zu lauschen. TELE sind vor geraumer Zeit aus dem sonnigen Süden nach Berlin gekommen und haben just im Oktober vergangenen Jahres ihren aktuellen Longplayer [I]Wovon sollen wir leben?[/I] bei dem Major-Label Universal Music veröffentlicht. Letztes Jahr supporteten sie unter anderem VIRGINIA JETZT und waren auf dem IMMERGUT Festival zugegen.

Den ein oder anderen Schöpfer von ‚Falschrum‘, ‚Wunder in Briefen‘ und ‚Wenn du gehst‘ konnte man am Vortag auch beim DELBO-Konzert im Schokoladen erblicken. Die hiesige Independent-Pop-Szene kennt sich nämlich untereinander, so sah man an diesem Abend auch ab und an Mitglieder von WIR SIND HELDEN in der Menge umherschweifen (übrigens kein Wunder, stammen doch die Backing-Vocals auf dem aktuellen TELE-Album von JUDITH HOLOFERNES).

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Überrascht haben die Hamburger JANSEN & KOWALSKI, die mit einer groovigen und äußerste abgefahrenen Mischung aus deutschem HipHop, Soul und Indie-Pop einen Stil kreierten, der absolut hitverdächtig und „noch nie da gewesen“ anmutet.

Einen Höhepunkt des Abends stellte ohne Zweifel der Auftritt von KETTCAR dar, welche vor allem wegen ihrer fantastischen Mischung aus Elektro-Pop und Deutsch-Rock und den genialen Texten von MARCUS WIESMEIER innig geliebt werden. Am 07.03. 2005 wird übrigens ihr neues Album [I]Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen [/I] veröffentlicht werden, der CD-Review wird auch bei BANDS IN BERLIN schon sehnsüchtig entgegen gefiebert.

Den Abschluss dieser Super-Party bildete die MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER, die auch gleichzeitig die FritzClubDisco und damit meinen beschwingten Heimweg einleiteten.
Schönes Ding!

Foto: © FRITZ, KLEE, TELE, JANSEN & KOWALSKI, KETTKAR

www.fritz.de

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