Fuvk – Thirty

FUVK ist eine nimmermüde Musikerin. Nach ihrer eigenen Werkschau (2023) hat sie zwei EPs aufgenommen und eine Split-Platte mit JADOT und HARBOURSOME. Hier merkte man ihr eine verständliche Erschöpfung an. Ihr waren die Melodien ausgegangen. Nun ist schon wieder ein Album namens Thirty da und 30 ist eine magische Alterszahl für viele Leute, nach der man sich nun wirklich nicht mehr jung fühlen soll. Ob das auf Fuvk zutrifft, wird zu klären sein. Jedenfalls versammelt sie hier 10 Instrumentalisten um sich, um ihren Bedroompop größer zu machen.

Ziemlich entnervt klingen ihre Zeilen: „I’m so close now to giving up. Easier done than to care enough to be all torn up just to feel your love.“ Darauf dudelt ihre Gitarre so wie immer. Diesem gewohnten Stil bleibt sie in Songs wie „(Un)fairweather“ treu, vielleicht etwas hektischer als früher. Die Songs bleiben kurz.

Natürlich wird hier auch geschmachtet etwa mit „Aquarium Guy“, einem süßen Popsong mit reichlich Streicher-Einsatz. Genau dafür lieben sie doch ihre Fans. Die kleinen Begegnungen, von denen sie berichtet, machen das Leben schöner. Der Indiepopsong „Bug Boy“ ist da nicht anders. Selbst kleine lautere Ausbrüche kommen in diesen naiven Liedern vor. In „Magnolia“ gibt es wieder diese sich selbst überschlagenden Drums und Gitarrenseiten.

Wer mal was neues hören will, bekommt in „Welsh Goodbye“ einen Walisischen Folk-Pop mit Akkordeon. Und „Red Rover“ ist ein elegischer Violinen-Track.

Nun, hier gibt’s nichts groß anderes zu hören als sonst. Aber Fuvk setzt ihre Kollegenschaft teilweise raffiniert ein. Dadurch bekommen ihre kleinen Titel tatsächlich mehr Tiefe und zaubern einem ein Lächeln auf’s Gesicht. Sie bleibt für immer jung.

 

Fuvk
Thirty
(Galaxy Train)
VÖ: 07.08.2026

Fuvk auf Soundcloud

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