GARY WILSON – Mary Had Brown Hair

Musikalischer Dadaismus…

Nach seinem legendären Debüt Album You Think You Really Know Me aus dem Jahr 1977 (!) präsentiert GARY WILSON mit Mary Had Brown Hair sein zweites Album auf dem Stones Throw-Label.

Die Songs der New Wave-Elektro-Funk Mastermind aus New York, zu dessen bekennenden Fans sich unteranderem BECK und Simpson-Schöpfer MATT GROENING zählen, mussten so ziemlich jedem Vergleich – von PRINCE bis TALKING HEADS – standhalten. Auch mit einer Kategorisierung seiner Musik tat und tut man sich schwer: Elektro-Funk, Synthie-Rock, Soul oder Avantgarde Jazz tauchen als Schlagworte auf und tatsächlich bietet Mary Had Brown Hair eine mehr als spleenige, krude und völlig verrückte Mischung aus konventioneller Popmusik, wahnsinnigem Instrumentalgedudel und erschreckend billigen Elektroniksounds. Dazu kommt seine in Helium getauchte Stimme, die entweder säuseln-flüsternd referiert (‚Sodus Point‘, ‚Our Last Date‘) oder infantil überschnappt (‚Debbie Debbie‘, ‚Gary‘ In The Park‘, ‚Newark‘).

Selten hat mich eine Platte so „gaga“ gemacht. Liebhaber musikalischer Absonderlichkeiten werden an diesem Meisterstück musikalischen Dadaismus‘ des enfant terribles GARY WILSON mit Sicherheit ihre Freude haben. Ich muss ihm entnervt den Stecker ziehen…

GARY WILSON
Mary Had Brown Hair
(Stones Throw/ PIAS/ Rough Trade)
veröffentlicht

http://www.stonesthrow.com
http://www.piasrecordings.de
http://sixpointfour.com

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