Interview mit JA, PANIK


„Am Anfang steht eine kleine, naive Idee und dann fängt die Schnitzeljagd an.“



Auf dem Reiseführer in Douglas Adams‘ „Per Anhalter durch die Galaxis“ prangen in großen, freundlichen Buchstaben die Worte KEINE PANIK. Das mit der Panik sehen fünf junge Burschen aus dem beschaulichen Burgenland jedoch ganz anders und sagen JA zu deutscher, oder vielmehr österreichischer Panik.

Tatsächlich verbreiten JA, PANIK Ruhelosigkeit und Aufgewühltheit. Das Hinterfragen von Selbstverständlichkeiten erinnert an Bands wie Fehlfarben oder frühe Tocotronic. JA, PANIK suchen die Dissonanz, die Aufregung und das zerrissene Leben unter der schönen Oberfläche. Sie proklamieren Wahnsinn und Exzess. Sie schimpfen auf Reproduktion, auf den endlosen Kreislauf und auf uns humorlose Pop-Diskursler.

JA, PANIK regen auf und regen an. Und einiges zu erfahren gibt es auch noch von den Jungs: Zum Beispiel wie teuer ihre Seelen sind, warum Berlin eine Maglite ist und welches „Lalala“ das schönste der Popgeschichte ist. Vor ihrem Auftritt am Freitag, den 22. August im Rosi’s stand uns die Band Rede und Antwort.

popmonitor.berlin: Seit dem 2006er Debüt hat sich viel getan. Wie habt Ihr diese Zeit erlebt und wie nehmt ihr die jüngsten medialen und musikalischen Entwicklungen wahr?
Ja, Panik: Die erste JA, PANIK-Platte ist medial nur in Österreich wirklich wahrgenommen worden. Es gibt schon immer eine arge Kluft zwischen Österreich und Deutschland – für uns am stärksten bei Live-Konzerten fühlbar.
Das hat sich aber zum Glück mit dieser Platte ein wenig geändert, was ja auch das erklärte Ziel war. Also mal ein bisschen rauskommen aus dem kleinen Österreich. Es hat uns als Band sehr gut getan zu sehen, wie sich so manche Ressentiments mit The Taste And The Money in Luft aufgelöst haben.

Das Album (
Abendkasse: 10 EUR (PARTY – Indie vs. Electro auf 2 Floors – ab ca. 1 Uhr: 5 EUR)

www.ja-panik.com
www.myspace.com/japanik

Autor: [EMAIL=arne.wellding@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Arne Wellding[/EMAIL]

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