JAGUAR LOVE – Take Me To The Sea


Bitte ausrasten mit der neuen Band um Ex-Mitglieder der Blood Brothers und Pretty Girls Make Graves.



Gerade erst Play gedrückt, da kommt auch schon diese unglaublich quäkige Stimme aus den Boxen und quietscht und schreit sich heiser. Helium? Hochgepitcht? Wahrscheinlich nicht, auch egal, denn es ist richtig gut, und wer will das hinterfragen.
Hinter dieser Stimme steckt Johnny Whitney, Ex-Mitglied der im letzten Jahr aufgelösten Band Blood Brothers, aus der auch Cody Votolato zu JAGUAR LOVE stieß. Zusammen mit J Clark, ehemaliger Drummer von Pretty Girls Make Graves, haben wir nun eine Eins-A-Noiserock-Band, die aber auch den Neon-Kids der New-Rave-Indieszene die Schuhe auszieht.

Das liegt, wie schon gesagt, an dieser einmaligen, unverwechselbaren Stimme des Sängers, die besonders in ‚Jaguar Pirates‘ ihre volle Kraft auf den Hörer loslässt, aber auch musikalisch ist der Song eine echte Wuchtbrumme: Wird die ersten drei Minuten auf Schlagzeug und Gitarre eingedroschen – jedoch immer in organisiertem Chaos – kommen zum Ende des Songs ziemlich sanfte Töne daher. Das vergleichsweise ruhige ‚Georgia‘ betont dann auch mal die weniger aufgebrachte Seite der Band, trotzdem, und das ist wohl das bemerkenswerteste an JAGUAR LOVE, immer noch mit solch einer Energie, dass man auch dazu einen Blumentopf an die Wand schmeißen könnte.

Take Me To The Sea ist ein wirklich fantastisches Album, mit jedem Lied irgendwie aggressiv, aber dadurch auch perfekt für jede Lebenslage (für verschwitzte Tanzeskapaden genauso wie für die Rache am Ex-Freund, die morgendliche Dusche oder den nächsten Luftschlagzeug-Wettbewerb). Also: Show Some Jaguar Love.

JAGUAR LOVE
Take Me To The Sea
(Matador Records/ Beggars Group/ Indigo)
VÖ: 15.08.2008

www.myspace.com/jaguarloveband
www.takebacktheradworld.com
www.beggarsgroup.de

Autor: [EMAIL=melanie.gollin@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Melanie Gollin[/EMAIL]

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