Jud | w/ Guests: Ham On Rye | Mittwoch 30.11. | Privatclub

Mittwoch 30.11.2016 | Privatclub
Live:
JUD
Album Release Show
w/ Special Guests:
HAM ON RYE

Einlass: 20 Uhr
Abendkasse: 15€
Tickets im Vorverkauf (12€ zzgl. Gebühren):
www.koka36.de/jud_ticket_77744.html

Privatclub
(Berlin-Kreuzberg, Skalitzer Str. 85-86, U-Bhf. Schlesisches Tor)

JUD

Foto: Jennifer Eberhardt

Bisher war das Jahr 2016 kein gutes Jahr für die Musik. Unzählige große Stars und Musiker gingen ihren letzten Weg, und fragt man nach den Highlights, die sich bisher im Ohr festgesetzt haben, herrscht allgemeines Schulterzucken. Ein Jahr zum Vergessen also?

Keineswegs! Denn noch ist das Jahr nicht vorbei und spätestens ab dem 11. November 2016 wird man sich zumindest als Fan der Rockmusik doch noch gerne an 2016 erinnern. Acht Jahre nach „Sufferboy“ (Review) stehen dann nämlich JUD mit neuem Material in den Startlöchern. „Generation Vulture“ heißt das neue Album, mit dem sich das Trio auf sämtlichen Listen der besten Longplayer des Jahres weit nach vorne schieben dürfte. Sieben großartige Songs, die gewohnt tiefgründig rocken und den Hörer auf eine Reise ins akustische Schlaraffenland der analogen Zeitlosigkeit mitnehmen.

Drei Jahre hat Frontmann und Songwriter David Judson Clemmons an den Songs für „Generation Vulture“ gearbeitet. Der in Berlin lebende US-Amerikaner bezeichnet sie selbst als „fein ausgearbeitetes Handwerk“, sozialkritisch direkt, von Gitarren getrieben und bis oben hin vollgestopft mit versteckten Andeutungen. „Umso öfter Du Dir die Songs anhörst, desto mehr hörst Du die analoge Produktion, die Dir vielleicht sogar Computer vorgaukelt, wo gar keine sind“, verspricht Clemmons.

Er habe in den letzten Jahren mehr und mehr den Drang verspürt, die Grenzen des Machbaren zu sprengen und musikalisch, lyrisch und stilistisch alles aus sich rauszuholen. Er sei ein Arbeiter, versichert der Gitarrist und Sänger, sei es immer gewesen und wird es bleiben. „Ich denke, dass das neue Album auf eine gewisse Weise sehr futuristisch wirkt. Aber wir haben eben keine Computer-Instrumente, Samples oder diesen ganzen Elektronik-Scheiß verwendet. Wir haben mit unseren Fingern und Händen gearbeitet, mit Tricks, die Maschinen nicht beherrschen und mit denen junge, unerfahrene Musiker wahrscheinlich auch so ihre Schwierigkeiten haben.“

Stilistisch drängt sich in den sieben Songs zunächst der Eindruck des Stoner Rock auf, doch Song-Laufzeiten von fünf bis acht Minuten legen auch Anleihen aus dem Prog-Rock nahe. JUD betonen jedoch, dass es für sie ganz einfach nur Rock’n’Roll ist. Denen, die unbedingt eine Kategorie benötigen, um Dinge einordnen zu können, empfehlen sie über das neue Genre Stoner Prog nachzudenken.

Thematisch geht es auf dem Album um unsere heutige Welt, um die Spezies Mensch im 21. Jahrhundert, die mehr und mehr verrückt wird. Auf Einzelheiten mag Clemmons nicht eingehen: „Manchmal ist es besser, das Mysterium offen zu halten.“

Aufgenommen wurde „Generation Vulture“ im Berliner Studio Wong, wo heute die analogen Bandmaschinen des berühmten Vielklang-Studios stehen. Das neue Album ist damit nach „Innermission“, „Perfect Life“ und „Sufferboy“ bereits das vierte JUD-Werk, das auf den Maschinen entstanden ist. Mit von der Partie waren die bereits von früheren Aufnahmen bekannten James Schmidt und Jan Hampicke. Steve Cordrey, JUD-Tieftöner der ersten Stunde, zeichnet auch auf „Generation Vulture“ für die Bassläufe verantwortlich. Aufgenommen wurden die Bass-Spuren in Los Angeles. Ebenfalls wieder mit dabei ist auch Anne de Wolff (BAP), die als Violinistin und Multi-Instrumentalistin auf mehreren Liedern zu hören ist.

„Generation Vulture“ erscheint am Freitag, den 11. November 2016 als CD & Download, sowie auf allen gängigen Streaming-Plattformen.

www.judtv.com

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