Kain – Leben im Schrank

Kain - Leben im Schrank

KAIN, eine deutschsprachige Combo aus Berlin versucht sich seit 1997 mit Neogrunge und Rock. Sänger Lino (Gitarre) und seine Mitstreiter Nico (Gitarre, Gesang), Holger (Bass) und Paul (Schlagzeug) gründeten sich als Schülerband.

Nach dem ersten Song weiß man jedoch: Das Leben im Schrank ist noch ein Kinderspiel. Lino nimmt seine Rolle als abgefuckter Außenseiter zu ernst und versinkt auf der einen Seite lyrisch im Selbstmitleid, auf der anderen versucht er es mit Frust und Aufdringlichkeit. So animiert beispielsweise der Song ‚Bastard‘ mehr schlecht als recht zum Mitsingen, während in den anderen Tracks zumeist über das schlimme Schicksal gegrübelt wird.

Überhaupt schafft es Lino, selbst in den schönsten Passagen, Pessimismus zu verbreiten (‚Irgendwann‘, Vorabsingle vom letzten Jahr), wobei seine Stimme für dieses Geschäft (noch) nicht rau genug ist. Nette Melodien sind schon dabei, die jedoch im Kontrast zu den recht simplen Songstrukturen stehen. Einzig ‚Vogelfrei‘ kommt verspielter daher und ist durchaus ein guter Song.

Neben der E-Klampfe haben es Akustikgitarre (solide in ‚Kaffee zum Mitnehmen‘, Singleauskopplung), Geige und Klavier auf das Album geschafft, was zu etwas mehr Poppigkeit verhilft. Insgesamt jedoch kann das Leben im Schrank keinen Rocker wirklich hinter dem Ofen hervorlocken.

KAIN
Leben im Schrank
(Universal)
VÖ: 30.01.2007

www.kain.fm

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