THE ALBUM LEAF + WERLE & STANKOWSKI + THE JAI ALAI SAVANT am 14.02.2007 in der Maria


Zum Valentinstag einen bunten Strauß musikalischer Stilblüten.



In die Maria lud einmal mehr Intro Intim zu einem Konzertabend ein. Ausufernd und vielschichtig sollte es werden. Drei Combos, die Bandbreite von Reggae, Dub über Indietronik, House, Breakbeats, Singer/Songwriter bis hin zu Postrock- Punk- und Pop-Anleihen.

Den Anfang machten im bereits gut besuchten Saal THE JAI ALAI SAVANT. Blickfang der US-Combo ohne Frage der charismatische Sänger und Gitarrist RALPH DARDEN. Sein gänzlich humorlos wirkender Bandkollege am Bass wirkte und schaute beim Spiel souverän, damit hatte er aber dem akustischen Output des knapp einstündigen Sets von THE JAI ALAI SAVANT einiges voraus. Vielfach holperte es hier und da, der Sound war insgesamt nicht völlig überzeugend. Positiv gesprochen, kann man sagen, dass sich die Combo nicht auf eine Stilrichtung festlegen lassen will, Punkrock meets Reggae & Dub meets Pop. Skeptiker würden vielleicht auch vermuten, die Band hat ihre Nische noch nicht so richtig ausfindig gemacht. Bei den gefühlvolleren Reggae-Nummern legte DARDEN aber eine schöne Stimmung in den sich weiter füllenden Saal. Ein kaum aufkommender Schlussapplaus nach einem abrupten und uninspirierten Ende des Sets rundete die steigerungsfähige Einleitung des Abends ab.

WERLE & STANKOWSKI bestiegen mit Gitarre und allerhand Synthie- und Rechner-Gerätschaften die Bühne. Gemein hatten die beiden Akteure einen circa 6-Tage-Bart, Unterschiede ließen sich vor allem in der Motorik finden: Während SIMON WERLE an den Reglern und Festplatten herum sprang und auf den schnellen Zählzeiten ritt, ließ es JOHANNES STANKOWSKI, der Junge mit der Gitarre, eher verträumt angehen. Musikalisch funktioniert die Mélange von Breakbeats und Singer/Songwriter-Elementen sehr gut, die eigentlich nicht vorhandene Schnittmenge wird konstruiert und entwickelt ein Gefühl von dynamischer Verträumtheit, wenn es so etwas überhaupt gibt. Von ein paar Abstimmungsschwierigkeiten abgesehen, ging das Konzept auf, das Publikum war jetzt vollzählig und vollständig am feiern.

Tanzbarer wurde es nicht mehr, aber sphärischer! THE ALBUM LEAF bildeten bei diesem bemerkenswerten Line-Up den Headliner. Ernsthaft gingen sie zu Werke, konzentriert wurde die Violine über die breiten Teppiche der Keyboards und Beats gespielt. Hinter dem Projekt steht der kalifornische Multiinstrumentalist JIMMY LaVALLE, der unter dem Namen THE ALBUM LEAF mit Into The Blue Again (www.albumleaf.com
www.werle-stankowski-de

Autor: [EMAIL=alexander.knoke@bands-in-berlin.com?Subject=Kontakt von der Website]Alexander Knoke[/EMAIL]

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