KILLING GAMESHOW – Unisono Cravallo Mafioso Grande

[B]Also doch, Deutschland rockt. Endlich mal eine Rockband, die nicht dummen, platten Mainstream NuRock oder ähnlichen, anbiedernden Kram macht.[/B]

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Bereits seit 1997 rocken die Hessen KILLING GAMESHOW durch’s Land, fokussiert auf den Südwesten der Republik. Sie gewannen mehrere Wettbewerbe – was ja in manchen Fällen nicht immer was zu sagen hat – und konnten verschiedene Tracks auf diversen Samplern und Compilations verzeichnen. Die hier vorliegende Doppel-CD [I]Unisono Cravallo Mafioso Grande[/I] ist ein Re-release, einst als getrennte Scheiben veröffentlicht, bringt FINEST NOISE nun das Doppelpack an den Start.

Ihr Sound ist eigen – das es so etwas noch gibt, wunderbar – nennen wir es mal Alternative-Prog-Rock. Verspielte Songstrukturen, kompaktes Riffing zwischen Melancholie und Endzeit-Power. Selbst Keyboards (!) kommen hier ganz gut, Dank weniger-ist-mehr-Einsatz. Die Produktion kann sich mehr als hören lassen, alles klingt gewollt und vor allem gekonnt. Eine Band, die womöglich nicht im Radio landen wird, wohl aber generationsübergreifend auf den Plattentellern einiger Rush-, Oceansize-, Deep Purple-, Mindfunk- oder gar Muse-Fans.

Tausendmeilen-Harmonien oder Genesis-Rocker wie ‚P.S.‘, auf [I]Unisono Cravallo Mafioso Grande[/I] ziehen sie alle Register der Musikgeschichte, verknüpfen sie geschickt und fachmännisch filigran zusammen und bilden daraus ihren eigenen originalen KILLING GAMESHOW Sound. Respekt. Über allem thront – wie so oft und doch zu selten – der Gesang des Bassisten MARIAN, der stets melodiös brilliert, der streckenweise mit seiner Wucht und Wut an die Stimme Zack De La Roccas erinnert und sogar, wenn es mal poppiger und schöner sein muss, selbst einen Mike Patton erahnen lässt.

Diese Doppel-CD ist vor allem eins: abwechslungsreich. Sie rockt – das nicht zu dolle – ist jederzeit für eine Überraschung zu haben und man braucht einige Durchläufe um sich daran zu gewöhnen und sie lieb zu gewinnen. Auch das ist nicht das Schlechteste. Als Anspieltipp kann man zum Beispiel das treibende ‚Rave‘ anbieten, das Indiecharts-taugliche ‚Secrets‘ oder den herausragenden Monster-Gitarrenriff ‚Boogeyman‘, selbst das versöhnliche ‚Planet End‘ ist einen Trip wert. Checkt „Cravalle Grande“ from Hessen!

KILLING GAMESHOW
[I]Unisono Cravallo Mafioso Grande [/I]
(FinestNoise/ Radar)
VÖ: 02.02.2006

www.killing-game-show.de

Autor: [EMAIL=marceese@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]marceese[/EMAIL]

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