KITTY SOLARIS und THE PROJECTS am 24.01.2005 im Prater

[B]Indie-Poppig sollte es werden, als schwere Kost kann man es im Nachhinein bezeichnen. [/B]

Im musikalischen Vorab-Programm der Londoner Indie-Pop-Gruppe THE PROJECTS versprach die Ankündigung des Projektes KITTY SOLARIS verheißungsvoll frischen Wind in und aus der Berliner Musikszene. Sängerin KITTY besitzt eine grandios glockenklare Stimme, jedoch auch ein unbegreifbar schweres und melancholisches Gemüt. Gepaart mit Drumsounds aus der Konserve, zeitweise relativ rumpelnd ersetzt durch Live-Darbietung schlagzeugerischer Fähigkeiten des Gitarristen, und dynamisch flötenden Keyboardsounds ergab die Musik von KITTY SOLARIS ein relativ schwer zu genießenden Brocken.
Die sanfte Stimme der Sängerin KITTY und die verhaltenden Akkustik-Klänge des Gitarristen machten definitiv Lust auf mehr, ihre zart schrammelnde E-Gitarre hingegen behinderte dies akut. Gedanklich haderte ich mit einer Entscheidung bezüglich folgender Frage: Gesang oder Gitarre? Ich würde mich definitiv für Ersteres melden!

Nicht, dass ich experimenteller Independent-Popmusik aus Berlin abgeneigt wäre. Trotz aller Anstrengungen mochte sich jedoch nicht so recht ein „Aha – verstanden!“-Gefühl einstellen. Musikalisch löste es scheinbar nicht nur bei mir ein eher drängendes Warten auf den Hauptact THE PROJECTS aus.

Diese erfüllten positiv mein durch und durch klischeebehaftetes Bild indie-poppiger Briten, allesamt musikalisch aufeinander eingespielt und äußerst kurzweilig anzuhören. Das zahlreich vorhandene Publikum im Bastard wippte nun denn auch relativ verhalten mit, so richtig berauschend wirkten die Londoner Jungs aber nur auf einen kleinen Teil der Leute.
Alles in allem aber zwei nette Konzerte. Der Indie-Pop sucht eben noch nach seinen musikalischen Ausprägungen und Grenzen.

Fotos:
© THE PROJECTS
© KITTY SOLARIS

http://www.theprojects.info
http://www.kitty-solaris.de

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