KULA SHAKER – Strangefolk


Wiedersehen mit alten Freunden.



Eines der erfreulichsten Comebacks in diesem Jahr; zumindest aus Sicht nostalgischer Britpopfans, die den Zeiten nachtrauern, in denen Indiepop weniger synthetisch und weniger neon war als heute. Erwartet wird also viel, deshalb ist die Angst vor einem peinlichen Versuch an bessere Tage anzuknüpfen umso größer. Die Waage zwischen Neuerfindung und alten, erfolgreichen Attributen zu halten, ist bekanntlich schwer und schon oft in die Hose gegangen. Was auch immer CRISPIAN MILLS und seine Band in den vergangenen acht Jahren seit Erscheinen von Peasants, Pigs & Astronauts getan haben – der Spiellust bzw. der Verspieltheit hat es nicht geschadet.

Wie eh und je ziehen sich beatlesque (höre: ‚Ol’ Jack Tar‘) Anleihen wie Fasern durch den orientalischen Klangteppich von KULA SHAKER. Dass das Ganze äußerst bunt gerät und nach Gewürztee riecht, war zu erwarten. KULA SHAKER gelingt mit neuem Keyboarder HARRY BROADBENT und Produzenten Tchad Blake, Sam Williams (Supergrass) und Chris Sheldon (Pixies) eine facettenreiche und aufregende Folkpoprock-Platte, wären da nicht ein paar wenige Schwachstellen wie ‚Great Dictator‘, in dem Mr. MILLS den moralischen Zeigefinger hebt. Solche Songs kann man eigentlich an P!nk abgeben.

Im Großen und Ganzen ist Strangefolk ein überraschendes Wiedersehen mit einem alten Freund und man ist gespannt auf die anstehende Tour im Herbst.


KULA SHAKER
Strangefolk
(Essential / Indigo)
VÖ: 17.08.2007

KULA SHAKER live am 24.10.2007 im Lido.

www.kulashaker.co.uk
www.myspace.com/kshaker

Autor: [EMAIL=alexandra.wolf@bands-in-berlin.com?Subject=Kontakt von der Website]Alexandra Wolf[/EMAIL]

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