Lana del Rey- Tropico EP

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Diese Frau wird nicht müde. Immer neue „geleakte“ alte und neue Songs kramen die Fans von LANA DEL REY hervor. Da muss Madamchen aufpassen, dass sie überhaupt noch ihr releastes Material für Geld loswird. Alles wartet auf ihr neues Album Ultraviolence, was ursprünglich Black Beauty heißen sollte, bevor der gleichnamige Track im Netz auftauchte. Um die Wartezeit zu verkürzen, hat Amerikas neue Vorzeigediva eine EP mit drei Tracks veröffentlicht – jeder mit dazugehörigen Video, zusammen als Kurzfilm „Tropico“ versteht sich. Den hat Anthony Mandler produziert.

Im ersten Kapitel ‚Body Electric‘ umgibt sich DEL REY erneut mit schweren orchestralen Vorhängen. Sie zitiert im Refrain den Dichter Walter Whitman mit der Zeile „I sing the body electric“. Im dazugehörigen Clip spielt sie Eva, die mit ihren Vorbildern Marilyn Monroe und ELVIS im Paradies herumkauert. Die Verehrung für die beiden Ikonen hat sie bereits in Songs wie ‚The Man I Love‘ bekundet. Außerdem ist die Katholikin im Film als Jungfrau Maria zu sehen – MADONNA lässt grüßen. LADY GAGA genügte noch die Rolle als Maria Magdalena (‚Judas‘).

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In ‚Gods and Monsters‘ singt LANA gelangweilt zwischen Drums, Klaviertipps und Elektronik davon, es mal richtig besorgt zu bekommen. Bei diesen lyrischen Sünden ist jede Subtilität wie noch bei ihrer letzten Valentinstagssingle ‚Burning Desire‘ verschwunden. Im Film schließt an den Song Allen Ginsbergs Gedicht „Howl“ an, das schon den BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB zu ihrem Americana-Album inspirierte.

Dann segnet Gott die USA und schließlich beichtet die Sängerin brav ihre Sünden, denn sie möchte in ‚Bel Air‘ ja zu ihrem Geliebten Adam in den Himmel. Hier ruht sie auf einem Bett aus Piano- und Streicherwolken. Zum ersten Mal auf der EP zeigt die Selbstdarstellerin, dass sie wirklich gut singen kann, wenn sie sich Mühe gibt.

Der ursprünglich für die CD vorgesehene Song ‚Young And Beautiful‘, der recht einfach das lyrische Thema des BEATLES-Hits ‚When I’m 64‘ aufnimmt, hat es übrigens doch zu einem Film geschafft. Er gehört jetzt in den Soundtrack von Baz Luhrmann’s Version von „The Great Gatsby“. Und LANAs neueste Produktion ist ‚Once Upon A Dream‘, ein Tchaikovsky-Stück, das für den Walt Disney-Dornröschen-Film „Maleficent“ verwendet werden soll.

Madamchen hat offenbar Geschmack an Filmscores gefunden. Darunter leidet ihr Händchen für packende Melodien. Oder haben die ohnehin nur ihre vielen Musikproduzenten geschrieben?

LANA DEL REY live in Berlin am 20.07.2014 in der Zitadelle Spandau

LANA DEL REY
Tropico EP
(Polydor/Interscope)
VÖ: 06.12.2013

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