LEMMY – Damage Case – The Anthology

[B]LEMMY ist ein Thema für sich. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Beides zu Recht.[/B]

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Die ‚Ultimative Collection‘ gibt es einfach nicht. Nie. So sicher auch bei LEMMYs Versuch mit dem Titel [I]Damage Case – The Anthology[/I] nicht. Immer werden Titel vermisst, immer persönliche Highlights ausgelassen und jedes Mal muss irgendjemand mäkeln.

LEMMY ist eh ein Thema für sich, entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Beides zu Recht. Diese Anthology ist mehr als gelungen und wurde in Anbetracht des Kult-Status‘ der bekanntesten Warze im Rock-Business überfällig. Anhand dieser Doppel-CD bekommt man einen guten Einblick über das Lebenswerk von LEMMY, der damals noch unter dem Namen IAN FRASER KILMISTER als Roadie für Jimi Hendrix zugange war.

40 Jahre Rock’n’Roll pur. Angefangen bei der 50s Kapelle ROCKIN`VICARS und dem Titel ‚Dandy‘ bis hin zur MOTÖRHEAD-Version von Iron Maidens ‚The Trooper‘ ist alles dabei, und man erlebt die Evolution des BluesRock. Gerade die frühen Aufnahmen überraschen mit einem LEMMY, den man bisher noch nicht kannte. Die legendären Space-Rock-Pioniere HAWKWIND sind mit drei Titeln vertreten und zeigen mit ‚Silver Machine‘, womit zum Beispiel Monster Magnet sozialisiert wurden. Das 1979 auf MOTÖRHEADs [I]Overkill [/I] veröffentlichte ‚Damage Case‘ läutet die „Neuzeit“ dieser Compilation ein. Was für eine gute Wahl der Trackliste spricht, ist natürlich der Aspekt, dass man auf ‚Ace Of Spades‘ verzichtet hat. Nicht, dass es ein schlechter Song wäre, sondern gut, dass man nicht darauf rumreitet.

Stattdessen findet man auf [I]Damage Case – The Anthology[/I] eine beeindruckende Sammlung von Cover-Versionen. Als da wären: Queens ‚Tie Your Mother Down‘, Carl Perkins‘ ‚Blue Suede Shoes‘, The Sweets ‚Ballroom Blitz‘ – hier von THE DAMNED interpretiert – und gleich zwei Titel von Metallica, die unterschiedlicher kaum sein können: eine billige, schlaffe Version von ‚Enter Sandman‘, die durch eine fantastische, von Metallicas [I]Kill Em All[/I] (1983) stammender, ‚Whiplash‘ Variante verziehen wird. Ein weiterer Höhepunkt ist auch das Duett mit Wendy O Williams, bei dem ‚Stand By Your Man‘ richtig ausbluten muss. Auch sein 2000er mit Slim Jim & Danny B veröffentlichtes Country/ RockaBilly angelehntes Album steuert zwei große Tracks (‚Matchbox‘, ‚Big River‘) zum Wohlbefinden bei.

Disc 2 startet mit dem grandiosen ‚Killed By Death‘. Gegen Ende wird auch LEMMYs Kollaboration mit Dave Grohls Probot ‚Shake Your Blood‘ zum Besten gegeben. Alles in allem ist [I]Damage Case – The Anthology[/I] eine bunte und vor allem gelungene Zusammenstellung, die optimal für Einsteiger geeignet ist und auch für Eingefleischte sicher einige Überraschungen bereit hält. Und wie sagte LEMMY einst so weise: „Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert eine Bierflasche zu köpfen.“

LEMMY
[I]Damage Case – The Anthology [/I]
(Sanctuary Records/ Rough Trade)
VÖ: 10.02.2006

Autor: [EMAIL=marceese@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]marceese[/EMAIL]

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