LIAM FINN – I’ll Be Lightning


Wie der Vater…



… so der Sohn – wäre eine tolle Überschrift für das Debütalbum des LIAM FINN. Liegt schließlich so nahe, wenn der alte Herr schon einst mit Crowded House ruhmreiche Zeiten erlebte. LIAM, gerade mal 24 Lenze alt, teilt mit Neil Finn mit Sicherheit auch einige musikalische Wurzeln, zeigt sich auf I’ll Be Lightning aber dennoch als reifer Singer/Songwriter, der jedem Vergleich standhalten kann.

Viele Beatles-geschulte Melodien kann man heraushören, und das sogar bei einem Song wie ‚Lead Balloon‘, der hier in seiner Schroffheit ziemlich aus dem Rahmen fällt – so eine Art ‚Helter Skelter‘ auf FINNisch. In leiseren Momenten wie ‚Wide Awake On The Voyage Home‘ kann man den Jungspund hingegen auch in der Tradition eines Elliott Smith sehen (nicht umsonst ebenfalls einst bekennender Beatles-Freund). ‚Remember When‘ hingegen könnte auch ein I Am Kloot-Cover sein. Direkte Links zu Daddy Neil zu finden, ist schwieriger. Geht jener in seinem Songwriting allzu oft auf Nummer sicher, ist sein Sohnemann viel verspielter, riskiert Verzweigungen, die nur über Umwege zum Ziel führen. Genau das macht I’ll Be Lightning so interessant und weitaus unverzichtbarer als das Spätwerk des Herrn Papa.

LIAM FINN am 26.11.2008 live in Berlin/ Roter Salon

LIAM FINN
I’ll Be Lightning
(Haldern Pop Recordings/ Cargo)
VÖ: 31.10.2008

www.myspace.com/theliamfinn
www.haldern-pop.de/de/label

Autor: [EMAIL=sebastian.frindte@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Sebastian Frindte[/EMAIL]

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