MAÑANA – Interruptions


Tausendundein Klangbild.



Ober-Techno-DJ und MTV-Gesicht Markus Kavka ist begeistert von der jungen Band aus Basel: „Ihre Musik berührt mich – es gibt kein höheres Kompliment, das ich Musik machen könnte.“ Dafür haben die fünf Jungs und Mädchen auch viel getan: Bis es zum Debüt kam, spielte man sich durch jede Menge Contests, die man des Öfteren auch gewann und damit einen Plattenvertrag einstrich, steuerte zwischendurch einen Hit zum EA Sports Game „Fifa Football 2005“ bei und entschied sich dann eines Tages beim Frühstück, doch einfach mal Ken Thomas anzurufen, einen britischen Produzenten, der schon mit Sigur Ròs, Dave Gahan und Björk gearbeitet hat. Und der war begeistert.

Was ihn so faszinieren konnte, hört man jetzt auf der ersten Platte überdeutlich: MAÑANA verstehen es, in ihren Songs große Stimmungen aufzubauen. Zum einen durch den Gesang, der mal bestimmt (nackt oder von Melodien ummantelt) das Stück durchdringt, mal fast gläsern gehaucht wie ein weiteres Instrument erscheint. Zum anderen natürlich durch die Instrumentierung, die für das, was am Ende zu hören ist, erstaunlich standardisiert ausfällt: Zwei Gitarren, Keyboard, Bass, Schlagzeug. Das kann aber nur für die Band sprechen, schließlich schaffen sie es, ohne großartige Effekthascherei, dass sich Interruptions anfühlt, als würde es einen auf die offene See hinaus stoßen.

Das schönste Lied ihres Erstlings sparen sie sich dann auch für den Schluss auf: ‚Roadside Museum‘ hebt sich mit lediglich einer durchgehenden Keyboardphrase und von fern her kommenden Trommeleien von den anderen Songs ab, in denen doch irgendwie eine klare Linie erkennbar ist, und bildet so einen wunderschönen, sehnsuchtsvollen Abschluss.

MAÑANA
Interruptions
(Rodeostar Records)
VÖ: 15.08.2008

www.myspace.com/mananamusic
www.manana.fm

Autor: [EMAIL=melanie.gollin@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Melanie Gollin[/EMAIL]

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