MIA. – Biste Mode

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Wir kennen uns nicht / aber wir können uns kennen lernen. (Lauffeuer)

Nagut, doch, wir kennen uns, sogar schon eine ganze Weile. Tatsächlich steht – mit Ausnahme der Ärzte – wohl keine Band seit so langer Zeit so sehr für Berlin wie MIA. Dennoch wohnt diesen ersten Worten auf „Biste Mode“ eine berechtigte Programmatik inne: Auf ihrem sechsten Album klingt die Band so einladend und offenherzig wie nie zuvor.

Machste mit, biste Mode / Lasste’t bleiben, hast ’n Schuss / doch zu mir kannste immer wieder kommen. (Biste Mode)

Vor fast zwanzig Jahren als Schülerband gegründet und um die Jahrtausendwende Speerspitze der „Berliner Schule“, zeigt die Band um Sängerin MIEZE erneut, wie moderne deutsche Popmusik funktionieren kann: mit cleveren, aber nie verkopften Texten auf Melodien für Millionen. Dieses Rezept funktioniert auch auf dem unfassbar gut gelaunten „Biste Mode“, auf dem jeder Song ein Feuerwerk abfackelt.

Und weil ich gerade dabei bin / heb ich ganz vom Boden ab. (Nachtgestalten)

Mit Indie im Sinn der geschulterten Gitarre ist hier dabei nicht mehr viel. Die Songs sind aus kunterbunt poppender Elektronik gebastelt, in der bisweilen Hauptstadt-Minimal anklingt, die sich aber noch häufiger in wahnsinnige Raves verkreiselt. „Inspiriert von unseren wunderbaren Konzerterlebnissen“ ist die Platte laut Mieze – und ganz sicher gut für viele weitere.

Vielleicht bleib ich noch ein bisschen bei dir / vielleicht bleib ich noch ein bisschen hier. (Vielleicht bleib ich)

Ja, bitte!

MIA.
Biste Mode
(Universal)
VÖ: 22.05.2015
erhältlich auch als Deluxe Edition mit Bonus-Live-CD (iTunes | Amazon CD)

www.miarockt.de
MIA. bei Universal

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