Mumm Art-Edition 2016 – Alex Trochut

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Wie lässt sich der Geschmack von Sekt visualisieren? ALEX TROCHUT hat darauf eine Antwort gefunden. Mit seinen expressiv poppigen Arbeiten zwischen Kunst und Design, Typografie und Illustration sowie Cover-Artworks für die ROLLING STONES (Rolled Gold+: The Very Best Of The Rolling Stones, 2007 Edition) oder KATY PERRY (zur Single „Roar”) hat er sich bereits einen großen Namen gemacht. Nun hat der gebürtige Spanier für die limitierte Mumm Art-Edition ein Design entwickelt, das die Sorten Dry, Extra Dry und Rosé Dry illustriert. Die Flaschen sind ab April erhältlich.

In einer Interkation von Typografie, Farbe und Formen kommt dabei seine persönliche Empfindung des Sektperlenspiels zum Ausdruck – „Flavour Landscapes”, wie er das Ganze nennt. Die Ergebnisse waren bereits als interaktive Digital Art-Perfomance auf der letzten Art.Fair Köln zu bestaunen. Im Frühling kann man die schicken Falschen dann endlich ergattern. Im Interview mit Popmonitor spricht er über seine Arbeitsweise und Inspirationsquellen…

Wie gehst du beim Erstellen deiner digitalen Arbeiten vor?

Ich habe keine routinierte Arbeitsweise, gehe jedes Mal ein wenig anders vor. Am Ende können sich die Resultate ähneln, tatsächlich wähle ich aber jedes Mal einen anderen Startpunkt. In jedem Fall versuche ich stets, starre Muster aufzubrechen.

Woher beziehst du deine Inspiration?

Mich inspiriert es, Zeuge einer Abweichung oder eines Irrtums zu werden. Das Ganze läuft bei mir auf einer experimentellen Ebene ab. Inspiration speist sich meist aus der Arbeit selbst – und aus Wagnissen.

Welche Rolle spielt dabei Brooklyn als Arbeitsumfeld?

Keine große. Ich denke, es ist egal, wo man lebt. Natürlich liebe ich es, Art Shows in der Nachbarschaft zu besuchen, aber mich inspirieren eher Dinge, die ich nicht in meinem Alltag sehe. Die Menschen hier machen die Stadt aber zu einem guten Arbeitsumfeld. Jeder glaubt an das, was er tut. Das schafft eine intensive, kreative Atmosphäre.

Was hat dich beim Design der neuen Mumm-Flaschen bewegt?

Ich wollte die Interaktion zwischen Sektperlen und Kunst darstellen, eine visuelle Geschmackslandschaft kreieren. Von da an ging es ums Experimentieren. Ich suchte einen coolen Weg, einzelne Sekttropfen darzustellen, und wollte das Gefühl erzeugen, diese Tropfen anfassen und spüren zu wollen.

Dafür hast du dich einmal durch die Palette probiert?

(lacht) Ich habe mir vor allem die Beschreibungen zu den verschiedenen Sorten durchgelesen. Alle drei haben komplett unterschiedliche Noten. Insgesamt ging es mehr ums Lesen als ums Trinken.

Wie kam es zu den Coverartworks für Katy Perry und die Rolling Stones?

Das läuft so: Man verschickt ein Produkt, steht mit den Klienten aber nicht wirklich in Kontakt. Jedenfalls nicht mit dieser Art von Klienten. Wenn man für die Musikindustrie arbeitet, ist es oft so, dass man einen langen Pitch-Prozess durchläuft – und dann ist man vielleicht der Glückliche. Die Entscheidung liegt ganz und gar nicht in deiner Hand. In diesem Fall haben beide Kunden meine Artworks ausgewählt.

Hast du vor, noch mehr im Musik-Bereich zu arbeiten?

Ich pitche ganz viele Dinge im Musik-Bereich, ja. Derzeit geht es um ein Cover für eine Queen-Compilation. Es gibt da auch ein ganz persönliches Projekt in Verbindung mit Musik: Binary Prints. Vor einem Jahr wurde es in Berlin vorgestellt. Dafür habe ich elektronische Musik von Caribou, James Murphy oder Four Tet in Verbindung mit Bildern präsentiert und diese mit Hilfe von Licht transformiert.

Welcher Design-Schule fühlst du dich am nächsten?

Ich kann dir nicht die eine Richtung nenne. Ich mag es nicht, Sachen Labels aufzudrücken. Das schafft kreative Grenzen. Insgesamt fühle ich mich aber der expressiven, emotionalen Seite zugehörig, nicht der rationalen. Ich mag Designer, die keine Angst davor haben, verschiedene Dinge auszuprobieren, aufgeschlossen sind und unkonventionell arbeiten. Es gibt niemals nur einen Weg.

www.alextrochut.com | www.mumm-sekt.de | www.binary-prints.com

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