NACHLADER und MITTEKILL am 07.04.2005 im Magnet Club

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Für Freunde der elektronisch-poppigen Musik war es fast schon ein Pflichttermin, der alle Erwartungen erfüllte. Sowohl Vorband als auch der Hauptact des Abends bereiteten jede Menge Vergnügen.
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Eine seltsam familiäre Atmosphäre herrschte schon vor den Konzerten im recht gut gefüllten Magnet-Club und hielt sich über die gesamte Zeit. Man lachte und bewegte sich gemeinsam und schien den jeweils Anderen schon dafür zu schätzen, dass er zu diesem Konzert gekommen war. Da ist es auch kein Wunder, dass MITTEKILL später persönlich von Zuschauer zu Zuschauer gingen, um ihre CD anzupreisen.
Die beiden Berliner NEUROT und FREEDARICH, die sich hinter MITTEKILL verbergen, eröffneten den Abend sehr ansehnlich und hörenswert. MITTEKILL sind eine Band der Kontraste: Ein adrett in Hemd und Sakko gekleideter Beatbastler am Laptop wird von einer Rampensau mit Pornobrille und Trainingsjacke am Synthesizer und Mikro, in dass in der Regel sehr humorvolle Texte, zum Beispiel über den Verzehr von Dönern im Park, zum Besten gegeben werden, begleitet. Während der Eine kaum still steht, gelegentlich sogar die Luftgitarre herausholt, verzieht der Andere auf der Bühne keine Miene. MITTEKILLs Musik wäre ohne Probleme in jedem Club tanzbar. Die Bässe donnern und die Synthie-Melodien sind gekonnt in Szene gesetzt. Mit dem Gesang wird es aber zu ganz anderer Musik, die man wahrscheinlich nur mögen und verstehen kann, wenn man die Protagonisten dazu sieht. Eben dies sollte man aber auf keinen Fall versäumen.



Das Konzert von NACHLADER begann mit einer kleinen Überraschung. Es war das erste Konzert zum Debütalbum [i]Bock auf Aphorismen[/i] und im ersten Song des Sets tauchte nicht ein einziger elektronischer Ton auf. Ist Nachlader nun gänzlich zum Rocker geworden? Mitnichten. Der Song bildet im Set die Ausnahme, NACHLADERs ausgeklügelte Synthie-Pop- und Elektronik-Anleihen hingegen die Regel.
Vor etwa einem Jahr tauchte der Name NACHLADER in Zusammenhang mit seiner Debütsingle ‚Arbeitsgeld’ samt der darin enthaltenen Zeile „Geld ohne Arbeit, sofort! Arbeit ohne Geld, niemals!“ erstmals in den Medien auf. Wenig später erschien dann seine erste EP Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmailFacebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmail