Navel – Neo Noir

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Die Schweizer zelebrieren ihre Umorientierung. Noch vor ein paar Jahren als Grunge-Trio unterwegs, haben sich NAVEL jetzt auf einen grungigen Bluesrock eingeschossen, der düster, emotional und scheißcool zugleich daherkommt.

Sänger JARI ALTERMATT (Gitarre) ist der letzte Überlebende der 2003 gegründeten Band. Nun spielt MICHI CHRIST den Bass und STEVE VALENTIN schlägt hart auf die wehrlosen Drums ein. Im letzten Jahr machte ihr erstes Label Louisville Records dicht und NAVEL durften netterweise ihr gesamtes zweites Album Neo Noir noch einmal aufnehmen – zurückblickend vielleicht gut so. Schnell kamen sie bei Nois-O-Lution in Berlin unter.

Unheilvoll bricht sich der Opener ‚Can’t Feel A Thing‘ die Bahn. Dieser Grunge hat nicht nur allein und wütend vor sich hingebrodelt, sondern auch ein paar Blues- und Garagenbands Existenz zugesprochen. Neo Noir strotzt zu weiten Teilen vor Distortion. Die Gitarrenwände wackeln, ALTERMATT leidet und die nackte ‚Acid Queen‘ steigt aus den Fluten hervor. Auf ‚Kobra The Killer‘ kann er sich dann auch wieder die Seele aus dem Hals schreien.

Für Abkühlung sorgt ‚It’s The Road That Makes The Song‘, und für ‚Blues On My Side‘ wird sogar ausgiebig zur Mundharmonika gegriffen, wie es der BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB so gern tut.
Jede ordentliche Rockplatte braucht auch einen Witztitel. Hier ist es das NEIL YOUNG-Cover ‚Rockin’ In The Free World‘. Weiß Gott, was die Jungs auf die Idee brachte.

Da sie wohl darauf verzichten können, mal wieder gehypt zu werden, sei nur gesagt, dass sie bei ihrem neuen Werk gute Arbeit gemacht haben. Hurray for blues.

NAVEL live in Berlin am 19.03.11 im Magnet

NAVEL
Neo Noir
(Nois-O-Lution Records)
VÖ: 28.01.2011

http://www.navelband.com

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