NEIL YOUNG – Prairie Wind

[BLOCK][B]Pünktlich zum 60sten Geburtstag kommt sein neues Album auf den Markt. [/B][/BLOCK][img]content/images/Neil_Young_PrairieWind_2005_12_07.jpg[/img]

[BLOCK]Knapp 40 Alben hat NEIL YOUNG in seiner Karriere abgeliefert, und was hat er nicht alles mitgemacht. Vom tiefsten Absturz in die Drogenhölle, familiäre Schicksalsschläge, wie man sie Niemandem wünscht, endlose Querelen mit seiner damaligen Plattenfirma GEFFEN – sein Comeback Anfang der Neunziger bis hin zur Ernennung zum Godfather des Grunge. Zufrieden, so hatte man den Eindruck, war er wohl nie. Dieses Album, [I]Prairie Wind[/I], soll nun nach eigenen Angaben der dritte Teil seiner „Harvest-Trilogie“ sein.

1972 veröffentlichte NEIL YOUNG mit [I]Harvest[/I] sein kommerziell bisher erfolgreichstes Album, auf dem auch sein bis heute größter Hit ‚Heart Of Gold‘ enthalten ist, neben nicht minder schönen Perlen wie `The Needle And The Damage Done` oder `Old Man`. Diesen enormen Erfolg konnte oder wollte YOUNG lange Zeit nicht mehr erreichen. Erst 1989, im Jahr des Mauerfalls, als er sein Album [I]Freedom[/I] mit dem darauf enthaltenen `Rockin In The Free World` veröffentlichte, war er wieder in aller Munde. Vor allem die gerade aufkommende Grunge-Welle und die dazu gehörige Szene hatten in NEIL YOUNG plötzlich ihren Übervater entdeckt.

Der zweite Teil der „Harvest-Trilogie“ erschien 1992 mit [I]Harvest Moon[/I], auf dem NEIL YOUNG einmal mehr den Storyteller gab. Zwischendurch experimentierte er, wo er nur konnte. Mit seiner Band CRAZY HORSE rockte er sämtliche Hallen des Planeten, ertrank sich und sein Publikum in endlosen Feedback-Gewaber und teilweise über 30-minütigen Jam-Sessions. Auf den Selbstmord Kurt Cobains, der in seinem Abschiedsbrief NEIL YOUNGs `Hey Hey, My My` zitierte: „It`s better to burn out, than to fade away“, reagierte YOUNG prompt mit dem 94er Album [I]Sleeps With Angels[/I]. Fortan war NEIL YOUNG ein Arbeitstier und veröffentlichte binnen Monate neue Alben.

1995 nahm er gemeinsam mit Pearl Jam in nur 4 Tagen das in meinen Augen völlig unterschätzte Album [I]Mirrorball[/I] in Seattle auf und ging anschließend mit den Grungern auf Amerika- und Europa-Tournee. Und im Jahr 2000 erschien das von der Presse schon als letztes Kapitel jener Trilogie angepriesene [I]Silver And Gold[/I], welches locker das Trio hätte komplettieren können, aber YOUNG anscheinend noch nicht passend genug erschien.

Nun, nach 33 Jahren ist die „Harvest-Trilogie“ komplett. Sein Album [I]Prairie Wind[/I] knüpft dann auch genau da an, wo er einige Alben zuvor ebenfalls anknüpfte. Aber erst jetzt, sagt der Meister, ist es vollbracht. Der erste Song `The Painter`, was auch die erste Single des Albums ist, ist so typisch und schön wie eben nur NEIL YOUNG klingen kann. Aufgenommen wurde das Album in Nashville, und Country ist ja von jeher ein erheblicher Bestandteil seiner Songs gewesen.

Er huldigt einmal mehr Elvis mit `He Was The King`, einer fluffigen Rock Shuffle Nummer, singt Songs über seinen Vater (`Far From Home`, `Prairie Wind`) und widmet seinem Daddy gleich das komplette Album. Bei `It`s A Dream` stürzt sich YOUNG wieder in endlose Melancholie untermalt von Streichern, um bei dem Liebeslied `Here For You`, das ebenso von [I]Harvest Moon[/I] stammen könnte, alles vergessen zu machen. Auch die harmonische Gitarrenfigur bei `This Old Guitar`, einer liebevollen, fast schon senilen Hommage an seine alte akustische Klampfe, erinnert sicher nicht zufällig an `Harvest Moon`. „It cries when i leave it alone, silently it waits for me“.

NEIL YOUNG beweist mit [I]Prairie Wind[/I], dass er nach wie vor einer der größten Geschichtenerzähler überhaupt ist.[/BLOCK]

[LEFT]NEIL YOUNG
[I]Prairie Wind [/I]
(Reprise Records/ Warner)
VÖ: 30.09.2005

www.neilyoung.com

Autor: [EMAIL=marceese@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]marceese[/EMAIL][/LEFT]

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