NINA KINERT – Let There Be Love

Sparsamer Folk mit hübschem Gesicht.



Es kann eigentlich nicht lange dauern, bis diese Dame auch bei uns durch die Gazetten geistert. Das Auge hört schließlich mit. Nicht umsonst wurde die Schwedin NINA KINERT auch schon vom skandinavischen „Cosmopolitan“ fotografiert.

Das stimmt natürlich skeptisch, könnte es sich doch um einen allzu durchschaubaren Gegenentwurf zu Norah Jones und Co. handeln. Musikalisch lassen sich solche Vergleiche aber glücklicherweise kaum noch halten. Hier wird äußerst sparsamer Folk geboten, der nur kurz bei ‚Visitor‘ und ‚Hey Jack‘ in Richtung Pop schlingert. Hier böten sich am ehesten Parallelen zur frühen Sheryl Crow an. Ansonsten beschränkt sich die Instrumentierung weitgehend auf Piano und wenige akustische Gitarren, hier und da mit den gebotenen Pedal Steels abgerundet. Der Gesang der NINA KINERT bleibt angenehm unaufdringlich. Die Songs sind kurz, simpel, kaum überraschend, aber irgendwie wohlig-herzerwärmend.

Let There Be Love ist wahrlich kein Album, das mit Knalleffekten um sich wirft. Die breite Masse wird das kaum begeistern, da hilft auch das attraktive Äußere nicht. Genre-Fans und Freunde ruhiger Melancholie sollten aber unbedingt mal probehören.

NINA KINERT
Let There Be Love
(Another Records/ V2/ Rough Trade)
VÖ: 14.07.2006

www.ninakinert.com
www.v2records.se

Autor: [EMAIL=sebastian.frindte@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Sebastian Frindte [/EMAIL]

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