NINE BLACK ALPS – Shot Down (EP)

Kompakte Härte, knapp am Grunge vorbei.



Als neue Nirvana werden NINE BLACK ALPS in ihrer englischen Heimat schon gehandelt. Eine schwere Bürde, aber in der Tat ist ihr Sound zumindest sehr amerikanisch. Das mag daran liegen, dass die Band zwar in Manchester beheimatet ist, Sänger SAM FORREST jedoch ursprünglich aus New York kommt. Zum Grunge-Vorwurf passt auch, dass NINE BLACK ALPS nichts mit ihren in Blazern und schickem Zwirn auftretenden Indiekollegen zu tun haben wollen.

Produziert hat kein Geringerer als Rob Schnapf, langjähriger Weggefährte von Elliott Smith. An dessen Solowerke gemahnt allerdings nur die Ballade ‚Attraction‘. Die anderen Songs sind deutlich härter und angenehm kompakt ausgefallen, aber trotzdem kein klassischer Grunge. Vielmehr fühlt man sich an Smiths frühere Band Heatmiser erinnert. Aktuell wären Fireside durchaus vergleichbar.

„Ein bisschen kaputt und schrottig“ mag es die Band nach eigener Aussage, und ihre Songs wollen sie möglichst so hart klingen lassen, „als seien wir tot“. Ganz so extrem ist die Shot Down EP glücklicherweise nicht ausgefallen. Obwohl die Gitarren sich hier und da auftürmen und dem Gesang eine gewisse Aggressivität nicht abzusprechen ist, sind alle fünf Songs sehr melodiös und bleiben schon beim ersten Hören hängen. Damit bieten NINE BLACK ALPS einen verheißungsvollen Vorgeschmack auf das im September erscheinende Album Everything Is.

NINE BLACK ALPS
Shot Down (EP)
(Island/ Universal)
VÖ: 18.07.2005

www.nineblackalps.net
http://www.islandrecords.com
www.universal-music.de

Autor: [EMAIL=sebastian.frindte@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Sebastian Frindte [/EMAIL]

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