ORWO 6 – Groove Royal

[B]Der neue Rock-Wahnsinn hat einen Namen: ORWO 6[/B]

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Das Album kommt leider nur auf 30 Minuten. So, das wäre schon mal gesagt. Und jetzt gibt es nur noch Positives zu berichten. ORWO 6 rocken mit ihrer auf Mad Cell Records veröffentlichten Debüt-Scheibe alles in Grund und Boden. Ein Festival der Riffs und Breaks und vor allem der Grooves. Nicht zufällig wurde das auch optisch hübsche Baby [I]Groove Royal[/I] getauft. Selten war ein Name so dermaßen Programm.

Für den knapp einminütigen Opener kommt jede Hilfe zu spät. ORWO 6 eröffnen hart genug und hinterlassen ordentlich Eindruck. Und der erste Eindruck, so sagt man, ist immens wichtig. Schon überzeugt.
Track 2 ‚Senora F***‘ ist für mich bereits nach zweimaligem Hören ein Klassiker. Ich kenne nichts Vergleichbares. Faszinierend, aufwühlend und berauschend. Und er geht so dermaßen in die Hüften, in die Beine und direkt in die Magengrube. „Bang that head, that doesn`t bang.“ Grandios, wirklich.

Der Titelsong ‚Groove Royal‘ bringt den Zirkus direkt aus dem Orbit zurück in die Stadt. Dieser gottverdammte dreckige direkte Sound spricht jeden an, was natürlich ihre gut besuchten und gefeierten Live-Shows längst bestätigten. Das ist so etwas wie Groove Jazz in der bratenden Wüstensonne. Fatso Jetson kommen mir da auch in den Sinn oder Tool, wenn sie mal gute Laune hätten und natürlich Kyuss und Rotor. In jedem Fall hochgradig mitreißend und beeindruckend. Von anstrengender Möchte-Gern-Rocker-Attitüde ist hier keine Spur – im Gegenteil: Leichtigkeit triumphiert.

Bei ‚Piece of Cake‘ kommt dann zum ersten mal Gesang, wer das von den drei Hauptstädtern nun ist, oder ob es gar ein Gast ist, bleibt offen. Genau genommen ist es ja tatsächlich völlig egal. Der Gesang kommt melodiös, geht irgendwie dagegen und passt genau deshalb gut rein. Am Ende des Titels wird es noch ein wenig dramatischer und somit wird auch der Gesang grimmiger. Der achte Track ‚Meteor‘ war bereits letztes Jahr auf dem Berliner Ring-Sampler vertreten und bringt die Rotor-Wurzeln, Drummer Tim ist deren Gitarrist, zum Vorschein.

ORWO 6 lassen sich die Gelegenheit nicht nehmen, einen Hidden-Track zum Besten zu geben. Und der erweist sich noch mal als Überraschung. Nur mit akustischen Gitarren und Gesang wird hier ein weiteres Mal ganz großes Kino geboten. Auch hier gehen ORWO6 eigene Wege. Denn welche Berliner Rock-Band, bei der Rock groß und fett geschrieben wird, traut sich denn bitte sowas? Keine, genau!

Ich bin nicht davon abzubringen, euch alle, die ihr das hier lest, loszuschicken und euch [I]Groove Royal[/I] zu besorgen. Ihr werdet die Platte mögen oder – so wie ich – lieben.

[LEFT]ORWO 6
[I]Groove Royal [/I]
(Mad Cell Records/ Flight 13)
VÖ: 28.09.2005

www.orwo6.de
www.madcellrecords.de

Autor: [EMAIL=marceese@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]marceese[/EMAIL][/LEFT]

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