OZZY OSBOURNE – Under Cover

[B]Der Prince of Darkness präsentiert seine All Time Favorites. [/B] [img]content/images/Ozzy_Osbourne_Under_Cover_2005_11_29.jpg[/img]

[BLOCK]Das mit dem Covern ist ja immer so eine heikle Angelegenheit. Nun, pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum als Solo-Künstler, serviert uns OZZY OSBOURNE himself seine Lieblingsstücke in seiner ureigenen Variante. Was eigentlich auch nicht hundertprozentig zutrifft, denn sehr viel Risiko ist OZZY auf dem Album leider nicht eingegangen.

Hätte Johnny Cash nicht vor ziemlich genau drei Jahren seine überwältigende und mindestens den Beatles gleichwertige Version von ‚In My Life‘ vom 1965er Überalbum [I]Rubber Soul[/I] veröffentlicht, hätte OZZYs lahme Fassung wahrscheinlich auch nicht viel besser dagestanden. Und so gibt sich OZ die Blöße und veröffentlicht seine Version auch noch als erste Single des Albums.
Die Auswahl der Hits ist jedoch gar nicht so abwegig. John Lennon bekommt gleich mit zwei Songs seiner Post-Beatles-Ära Tribut gezollt. ‚Working Class Hero‘ und ‚Woman‘ klingen aber leider, wie die meisten Songs von [I]Under Cover[/I], was ich, nebenbei erwähnt, einen gelungenen Album-Titel finde, nicht sonderlich gewagt. OZZY spielt die Songs einfach nur nach und verpasst ihnen nicht konsequent genug seinen eigenen Stempel. Schade.

The Cream’s Jahrhundert-Riff zu ‚Sunshine Of Your Love‘, was ja eh Toni Iommis Handschrift trägt (wahrscheinlich eher umgekehrt), kommt hier natürlich gerade recht, und endlich OZZY-like. An die E-Gitarre hat sich OSBOURNE übrigens Alice In Chains-6-Saiter Jerry Cantrell geholt, und an den Drums findet man mit Faith No Mores Mike Bordin ebenfalls ein bekanntes Gesicht. Die allerdings machen auch nicht unbedingt mehr als nötig.

Ich könnte mir bei OZZY sogar vorstellen, dass er Black Sabbaths ‚Changes‘ ohne mit der Wimper zu zucken als „echte“ Coverversion ansieht und völlig vergessen hat, dass er den Song vor über 30 Jahren selbst mitkomponiert hat. Und so ist es seine eigene Tochter Kelly, die bei ‚Changes‘ mitjammern darf. Auch hier ist wieder kaum eine Veränderung zum Original zu erkennen. Alles in allem ist so ein Album nicht notwendig, wenn man keinen Mut hat, die auserwählten Hits in seinem Stil zu interpretieren. Dann doch lieber die alten verstaubten Vinyl-Scheiben rausgekramt, zufrieden mitgesummt und Weihnachten ohne OZZY unter dem Tannenbaum verbracht. [/BLOCK]
[LEFT]OZZY OSBOURNE
[I]Under Cover [/I]
(SONY/ BMG)
VÖ: 18.11.2005

www.ozzy.com

Autor: [EMAIL=marceese@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]marceese[/EMAIL][/LEFT]

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