POEMS FOR LAILA – Frühstück in Budapest

Der Soundtrack für den ausklingenden Winter in Berlin…

Mit dem Kreuzberger Band-Urgestein POEMS FOR LAILA ist es wie mit Berlin und dem Funkturm. So wie er seit jeher ein Wahrzeichen der Hauptstadt ist und stets den Besuchern Halt und Orientierung gibt, kann man sich getrost den Klängen der Band um den gebürtigen Ungarn NIKOLAI TOMÁS anvertrauen.
POEMS FOR LAILA, gegründet 1988 und seit den Anfangsjahren beim Label Vielklang unter Vertrag, stehen für eine unverkennbare Mischung aus osteuropäischer Folklore, Pop und Chanson. Auffällig, dass sie nicht – wie so viele musikalische Zeitgenossen – hektisch auf den Rücken des Zeitgeistes aufspringen, was sich wohl aus dem Selbstverständnis und Selbstbewusstsein des lange eingespielten Bandgefüges ergibt. Unüberhörbar dennoch, dass erstmals in Deutsch gesungen wird.

Schon immer stand Mastermind NIKOLAI TOMÁS im Mittelpunkt der Band. Anfänglich richtete sich die Aufmerksamkeit auch noch auf die rothaarigen Sängerin MELISSA LOU (deren Hippie-Ausdruckstanz live für Furore sorgte). Zwischen 1994 und 1998 legt TOMÁS die Band auf Eis und widmet sich der Verwirklichung seiner eigenen musikalischen Träume, die ihm mit der Band nicht realisierbar schienen. 1996 veröffentlichte er sein eher glückloses Solodebüt Wild On, das von Dance- und TripHop-Einflüssen geprägt war. So lag die Rückkehr zum Erfolgskonzept nahe: mit On A Wednesday (2002) meldeten sich POEMS FOR LAILA zurück, diesmal mit prominenter weiblicher Neubesetzung aus dem Hause der LEMONBABIES in Gestalt und Stimme von JULIA GOLDLUST.

Auf ihrem aktuellen Album Frühstück in Budapest steht nun neben TOMÁS ANNE DE WOLFF am Mikrofon, die als Sängerin und Multiinstrumentalistin (Violine, Viola, Perkussion, Akkordeon, Bass) schon Berliner Szenegrößen wie ROSENSTOLZ, IRA HAYES, VIRGINA JETZT!, PANKOW aber auch schon THE FULLBLISS und CALEXICO live und im Studio unterstützte.

Frühstück in Budapest führt uns nicht immer mit aller Konsequenz, aber doch mit Nachdruck zu einer anderen Berliner Band: ELEMENT OF CRIME. EOC begannen zwar schon 1991 mit Damals Hinterm Mond, Deutsch zu singen, doch auch sie scherten sich wenig darum, ob das nun Chanson, Schlager oder einfach Rockmusik war.
So erinneren das unbefangen fröhliche ‚Arsch aus Berlin‘ und (mit STEPHAN GOECKE an der Trompete) und das heiter-bissige ‚Umgestalten‘ sehr an die Mannen um SVEN REGENER & Co.. Andererseits zeigen Songs wie das optmistisch entspannte ‚Würdelos und frei‘ oder das melancholische ‚Alles wird gut‘ den gewohnt textlichen Tiefgang der POEMS FOR LAILA im neuen musikalischen Gewand. Auch ‚Vorbei‘ (Anspieltip) versinkt in herrlich-abgrundtiefer Melancholie. „… alles auf dem Weg…“ singt TOMÁS. POEMS FOR LAILA auf dem Weg zu sich selbst, und Berlin auf dem Weg in den nächsten Frühling mit dem passenden Soundtrack Frühstück in Budapest im Gepäck.


POEMS FOR LAILA spielen am 14.03.2004 im Kesselhaus der Kulturbrauerei.

POEMS FOR LAILA
Frühstück in Budapest
(Metropol / Vielklang / Edel)
VÖ: 23.02.2004)

http://www.poems-for-laila.de
http://www.annedewolff.de
http://www.vielklang.de

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