QNTAL – Ozymandias

[B]Schön – nicht mehr und nicht weniger.[/B]



Als die Mittelalter-Elektronik-Pioniere QNTAL nach siebenjähriger Abstinenz mit ihrem Auftritt auf dem Wave Gotik Treffen 2002 mit leicht veränderter Besetzung von den Toten auferstanden, war die Freude im einschlägigen Milieu groß.

Bereits ein Jahr darauf veröffentlichten sie den ersten Tonträger der neuen Ära, der schlichten Nummerierungstradition der Band folgend einfach [I]Qntal III [/I] betitelt.
Der Weggang von Gründungsmitglied und Deine Lakaien – Mastermind ERNST HORN (der darauf sein eigenes „Konkurrenzprojekt“ Helium Vola gründete, siehe Verwandte Artikel) sowie dessen Ersetzung durch den Berliner Klangtüftler und Produzenten PHILIPP GROTH machte sich musikalisch besonders durch weniger Experimentelles, dafür mehr Geschlossenheit und Verträumtheit bemerkbar.

Mit seinem neusten Werk wandelt das preußisch-bajuwarische Trio konsequent weiter auf diesen Pfaden: Wiederum wurden mittelalterliche Texte diverser Sprachen neu interpretiert und modern vertont, wobei altertümliche Instrumente auf neuzeitliche Elektronik treffen und Sängerin SYRAHs markante Gesangsstimme für eine zusätzliche eigene Note sorgt.
Im Mittelpunkt steht diesmal das Thema Vergänglichkeit, das in dem gleich zweimal bearbeiteten, titelgebenden Gedicht ‚Ozymandias‘ des englischen Romantikdichters P.B. Shelley zentralen Ausdruck findet.
Die Singleauskopplung [I]Flamma[/I] konnte bereits im Vorfeld positiv auf sich aufmerksam machen und die Fans auf die Clubtanzflächen ziehen, denn wie bisher auf jedem Album ist QNTAL auch auf [I]Ozymandias[/I] einen Mittelweg derart gegangen, dass sowohl tanzbare Stücke (neben bereits erwähntem, beatlastigen ‚Flamma‘ beispielsweise das schöne ‚Cupido‘) als auch ruhige, romantische Tracks wie ‚Flow‘ oder ‚Remember Me‘ auf diesem Album friedlich neben einander ruhen.
Der Track ‚Blac‘ (altenglisch für schwarz) wird dank seiner Refrainzeile „Schwarz ist alles, wonach ich mich sehne.“ sicherlich großen Anklang bei den dunkel gekleideten Fans finden.

Insgesamt ein solides Album, das quasi nahtlos and Qntal III anknüpft. Auch wenn man keine großen Überraschungen erwarten darf, kann die gelungene Mischung aus alt und neu, die in dieser Art musikalisch einzigartig ist, ein weiteres Mal überzeugen.

QNTAL
[I]Ozymandias[/I]
(Drakkar/ Sony)
VÖ: 09.05.05

www.qntal.de

Autor: [EMAIL=alex.lorenz@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Alex Lorenz[/EMAIL]

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