RAMONA FALLS (+ Laura Gibson) am 29.09.2009 im Café Zapata


Aus Freude an jedem einzelnen Ton.



Es sollte ein Abend der Überraschungen werden, positiver Art erfreulicherweise. Die erste war gleich beim Betreten ein bereits erstaunlich gut gefülltes Café Zapata, und das, obwohl sich der gemeine Berliner ja gerne mal bitten lässt und normalerweise kaum vor 21 Uhr in einer Location aufschlägt. Und nicht nur vor der Bühne wurde geduldig gewartet, auf der Bühne und um sie herum herrschte emsiges Treiben bis plötzlich nur noch eine einzelne Dame plus Gitarre übrig blieb und schüchtern ins Publikum blinzelte. Es stellte sich heraus, dass es sich hierbei um LAURA GIBSON handelte, die selbst nicht minder überrascht war, sich hier wiederzufinden, wie sie erklärte. Relativ kurzfristig hatte sich nämlich ihr kleiner Supportauftritt erst einige Stunden zuvor ergeben. Das tat der Qualität aber absolut keinen Abbruch, und ihre ruhige, deutlich vom Blues geküsste halbe Stunde stimmte – dem Zapata eigenen Dekofeuerspuckdrachen über der Bar zum Trotz – besinnlich auf den folgenden Abend ein.

Für die größte Überraschung sorgte schließlich die Hauptperson des Abends, Brent Knopf. Der betrat nämlich nicht allein die Bühne, sondern hatte sich gleich mal Dear Reader als Verstärkung ausgeborgt. Offenbar also sehr praktisch, wenn man mit Freunden auf Tour ist. In liebenswert gebrochenem Deutsch wurde die Runde vorgestellt, bevor man sich gemeinschaftlich kopfüber mit Haut, Haaren und vor allem viel Herz ins Set von RAMONA FALLS warf.

Von einem bis zum anderen Ohr strahlend, konnte man Knopf das Glück über das, was er aus seinem Synthie oder der Gitarre herauszauberte, schon vom Gesicht ablesen. Fast fühlte man sich in manchen Momenten an ein kleines Kind erinnert, das ein lange ersehntes Spielzeug zum ersten Mal ausprobieren darf und vor Freude gar nicht so recht weiß, was es zuerst damit tun soll. Ansteckend war das auch noch, denn sowohl bei seinen Kollegen auf der Bühne, als auch bei den Rezipienten davor breitete sich wonnige Zufriedenheit aus.

Die musikalische Liveumsetzung des teilweise doch sehr komplexen Solodebüts Intuit (Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmailFacebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmail