Rock at Sage × Popmonitor | Cocoon Fire | 23.02. | Berlin

Nächsten Donnestag (23.02.) findet eine weitere Ausgabe von Rock at Sage × Popmonitor im Berliner Sage Club statt (wie immer bei freiem Eintritt, wenn man vor 22 Uhr am Sage-Club aufschlägt). Diesmal live auf der Bühne: COCOON FIRE. Wir haben der Band aus Halle vorab ein paar Fragen gestellt…

Wie beschreibt ihre euren Sound – ohne dafür Genre-Begriffe zu bemühen?

Das Wichtigste für uns ist der handgemachte und ehrliche Livesound. Mitlaufende Drumcomputer oder Midi-Spuren gibt es bei uns nicht. Auch unsere Platten nehmen wir zum Großteil live auf. Da gehen wir mit dem legendären Sound-Engineer Steve Albini (Pixies, Nirvana, PJ Harvey) konform. Außerdem stehen wir auf abgefahrene Gitarrenverzerrer und Aluminium-Gitarren. Wilde Fuzz-Sounds treffen bei uns auf flotte Tempi und mehrstimmige Gesänge. Auf der Bühne brennen wir!

Was sollte man über Halle und seine Musikszene(n) wissen?

Gerade für Nachwuchsbands ist es ein Problem, dass das meist junge Publikum oft nicht bereit ist, einen angemessenen Eintrittspreis für Konzerte zu zahlen. Gebucht werden aber natürlich vorrangig Bands, die die Clubs füllen. Eine Chance erhält man als unbekannter Künstler daher selten. Professionell ausgerüstete Konzertstätten, die offene Türen für neue Bands haben, gibt es leider sehr wenige in Halle. Da ist jeder ehrenamtliche Konzertveranstalter ein Held. Natürlich gibt es in Halle aber auch nicht so viele Bands wie etwa in Berlin. Das macht die Szene überschaubar, aber auch herzlich. Man kennt sich, man unterstützt sich und es herrscht wenig Konkurrenzdenken. Für die Zukunft wäre es vielleicht gut, wenn die Bands noch enger zusammenarbeiten würden, um in Eigenregie Konzerte zu organisieren. Ein besseres Netzwerk muss entstehen.

Tut sich auch in HaNeu etwas in Sachen Subkultur?

Leider nein. Halles Subkultur findet sich eher in der hübschen Altstadt. Es ist vor allem auch eine Studentenstadt mit einer Kunstuniversität. Die jungen Menschen stellen jährlich verschiedenen Festivals und Partys auf die Beine. Sehr zu empfehlen ist das noch recht junge „MACH-Festival“ auf dem Gelände des „ Hühnermanhattans“. Ob Punkrock, Psychedelic, New Wave oder Hip Hop – hier gibt es viel zu entdecken.

Was sind dort eure Lieblingsbars und Venues für kleinere Bands?

Der beste Konzertclub der Stadt ist sicherlich das „Objekt 5″. Der Laden besteht seit über 25 Jahren und bietet wöchentlich Konzerte verschiedenster Stilrichtungen an. Wichtig: Es sieht dort nicht nur gut aus, sondern klingt auch hervorragend. Eher im spartanischen Hausbesetzer-Stil ist das bereits erwähnte „ ühnermanhattan“. Hier finden vorrangig Punk-, Garage-Rock und Psychedelic-Konzerte statt.

Mit welchen Bands und Musiker/inne/n tauscht ihr euch regelmäßig aus?

Unsere liebste Partnerband heißt „Schöne Jugend“. Der Sound klingt wie eine Mischung aus Sonic Youth und The Cure mit deutschen Texten. Vielleicht erinnern sie am ehesten an die Stuttgarter Band „Die Nerven“. Auch schön: „Ballad Of Geraldine“ – ein Quartett, das den Grungerock der 90er ins Jetzt holt. Auch wichtig für uns ist die Band „The World Domination“ aus Erfurt und Quedlinburg. Im Profi-Studio des Gitarristen (Frithjof Rödel) entstehen unsere Platten.

Seid ihr schon in Berlin aufgetreten? Wenn ja, welche Erinnerungen weckt eure Rückkehr in die Hauptstadt?

Tatsächlich sind wir noch nie in Berlin aufgetreten. Deshalb freuen wir uns besonders auf den Gig. Wir haben aber einige Freunde in der Stadt, mit denen wir feiern wollen. 

Wie sieht die nahe Zukunft für euch aus?

Wir arbeiten gerade an unserem dritten Album. Die Hälfte der Songs ist bereits fertig. Die testen wir dann gleich im Sage Club an. In den nächsten Monaten wollen wir die zweite Hälfte der Platte schreiben und natürlich noch mehr Konzerte spielen. Da stehe schon ein paar an. Spruchreif ist aber noch nichts.

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