Rock at Sage × Popmonitor | Dog Eat Dog | 16.11. | Berlin

An diesem Donnerstag (16.11.) steigt wieder Rock at Sage × Popmonitor bei unseren Freunden vom wunderbaren Berliner Sage Club (wie immer bei freiem Eintritt, wenn man vor 22 Uhr am Club aufschlägt). Und diesmal stehen mit den New Jersey-Crossover-Helden DOG EAT DOG echte Legenden auf der Bühne. Wir haben Sänger JC vorab zum Comeback befragt…

Lange nichts von euch gehört – was habt ihr die letzten Jahre über angestellt?

Wir sind tatsächlich schon lange keine Fulltime-Band mehr, versuchen aber jedes Jahr, die Zeit für ein paar Shows zu finden, und haben auch Spaß daran. Lange Zeit haben wir ja nichts anderes gemacht als Dog Eat Dog, da haben wir uns zuletzt eher darum gekümmert, eine Balance zwischen normalem Leben und der Arbeit in der Band zu finden.

Ihr habt eure neue EP Brand New Breed im Gepäck. Was hat euch dazu bewegt, nach mehr als zehn Jahren wieder neue Musik zu veröffentlichen?

Vor zwei Jahren waren wir auf Tour zu unserem 25. Jubiläum, und wir gerieten ins Nachdenken, weil wir realisierten, wie besonders es ist, von unseren Fans so viele Jahre lang Support zu bekommen. Das war der Katalysator, der uns zu neuer Musik inspiriert hat – für uns ist diese EP ein Geschenk an unsere Fans, die so lange zu uns gehalten haben. Deshalb haben wir die Musik auch selbst produziert, ohne irgendwelche Partner. Wir wollten in der Lage sein, sie nach freien Stücken rauszuhauen und mit den Leuten zu teilen, die uns so sehr unterstützt haben.

Wie sieht die Hardcore/Crossover-Szene von New Jersey dieser Tage aus?

Ehrlich gesagt hab ich da fast keine Ahnung – ich persönlich lebe nun seit fast zwanzig Jahren in Washington D.C. Aus Gesprächen mit unseren Fans weiß ich, dass viele der Läden in New York und New Jersey von damals mittlerweile dicht sind. Es muss hart sein für Bands, wenn es weniger Locations gibt, in denen sie spielen können. Zur Szene in DC kann ich sagen: Sie ist fantastisch. Es gibt eine großartige Underground-Hardcore-Szene, und natürlich blickt die Stadt da auch auf eine reiche Geschichte zurück. Einige der besten Clubs der Stadt sind der 930 Club, ein brandneues 6000er-Venue namens Anthem und mein Lieblingsshithole, The Pinch. Es ist nur einen kurzen Spaziergang von meiner Wohnung entfernt und ich habe dort in den letzten Monaten Dri, Madball, AF, Ignite, Cro Mags, Murphy’s Law und Eddie Leeway dort gesehen. Keine Bühne, niedrige Decke, zwei Lampen! (lacht)

Neue Crossover-Alben von Body Count und Prophets Of Rage haben dieses Musikjahr gezeichnet…

Ist das so? Ehrlich gesagt, hab ich die Body Count nicht komplett angehört, aber ich war auch nie ihr größter Fan, obwohl ich Ice T als Künstler und Business Man bewundere. Was Prophets Of Rage angeht, da bin ich insgesamt ziemlich enttäuscht. Als Fan von Cypress Hill und Public Enemy wollte ich die Platte echt mögen, aber ich konnte einfach keinen Zugang zu dieser Band finden. Auf der anderen Seite bin ich mir ziemlich sicher, dass niemand in diesen Bands unsere neue Musik gehört, also was zum Geier hab ich da schon zu sagen! (lacht)

Nehmt uns mal mit durch einige eurer denkwürdigen Berlin-Momente!

Wir haben hier seit 1993 einige unglaubliche Shows gespielt, aber was mir persönlich am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist eine Tour mit Mucky Pop Ende der Achtziger, als die Berliner Mauer fiel. Unvergesslich! Zudem haben sich Mucky Pop im Wesentlichen nach diesem Gig aufgelöst, und so wurde der Weg für Dog Eat Dog überhaupt erst frei.

Was für eine Show kann die Sage-Crowd von euch erwarten?

Wenn die Leute das nach all diesen Jahren nicht wissen, dann kann ich ihnen verraten, dass wir eine High-Energy-Party-Rock-Band sind. Und wenn ihr das nicht selbst wisst, dann fragt besser jemanden, und er sagt es euch!

Was steht als nächstes auf dem Programm von Dog Eat Dog?

Nach Berlin spielen wir noch drei weitere Shows und das war’s dann für dieses Jahr. Normalerweise gehen wir Ende des Jahres in den Winterschlaf, aber ich bin sicher, dass wir für ein paar Festivals im nächsten Frühling und Sommer wieder auftauchen. Wir arbeiten gerade an einigen Videos zur EP und schreiben auch an brandneuen Songs. Für deren Veröffentlichung gibt es allerdings noch keinen Zeitplan. Wir als Band, die auf kein Label oder Management hören muss, machen die Dinge, wann und wie sie uns passen. Und genau so mögen wir das auch.

DOG EAT DOG
Brand New Breed
(Dog Eat Dog)
VÖ: 15.05.2017

Die Brand New Breed-EP auf Soundcloud

…und hier geht’s zum Facebook-Event von Rock at Sage × Popmonitor…

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