Rock at Sage × Popmonitor | Jinjer | 13.04. | Berlin

An diesem Donnestag (13.04.) findet eine weitere Ausgabe von Rock at Sage × Popmonitor im Berliner Sage Club statt (wie immer bei freiem Eintritt, wenn man vor 22 Uhr am Sage-Club aufschlägt). Diesmal live auf der Bühne: JINJER aus der Ukraine. Wir haben vorab mit Bassist EUGENE KOSTYUK gesprochen…

Wie dürfen wir uns die Metal-Landschaft in eurer Heimat vorstellen?

Die Metal- und Hardcore-Szene ist leider nicht gut entwickelt. Das Paradoxe ist, dass wir eine Reihe wirklich großartige Bands haben, aber einfach nicht genug Anhänger im Land. Die Fanbase kann die Bands nicht komplett supporten, dabei verdienen sie mehr und können auch europaweit wirklich asskicken. Tatsächlich: In einem Land mit mehr als 40 Millionen Einwohnern können wir gerade mal vier oder fünf Shows in den größten Städten vor jeweils 300 bis 400 Leuten spielen, nur in Kiew kann man mal bis zu 1.000 zusammenbringen. Aber noch mal: Die Bands sind supercool, zum Beispiel Megamass, Space of Variations und Zlam.

Welchen Einfluss hat die politische Situation auf die Musik?

Wir kommen aus dem Osten der Ukraine, also genau aus der Region, in der gerade Krieg herrscht. Die Ereignisse finden sich in unserer Musik reflektiert – mehrere Songs widmen sich den tragischen Dingen, die gerade zu Hause passieren. Wenn man auf die Gesamtsituation schaut, muss man sagen, dass es eine gewaltige ultra-patriotische Bewegung gibt, die sich ebenfalls über Musik ausdrückt. Viele Bands spekulieren mit diesem Shit, um mehr Fans anzuziehen. Wir haben generell ein großes Problem mit Nazis in der Ukraine, und ehrlich gesagt gibt es viele Bands, die diese kranke Ideologie in ihrer Musik unterstützen.

Was sind eure Lieblingsbars und Venues?

Jeder liebt die Monteray Life Stage, wo viele Metal-Konzerte stattfinden. Was Bars angeht, gibt es eine großartige Kette namens Porter Pubs, wo es super Bier zu vernünftigen Preisen gibt.

Mit welchen Bands hängt ihr ab?

Jinjer sind permanent auf Tour, also haben wir nicht so viel Zeit, zu Hause zu feiern. Wenn wir nach all dem Touren zurück nach Kiew kommen, ziehen wir es vor zu chillen. Aber unser Drummer spielt auch bei Zlam, also verbringen wir viel Zeit miteinander.

Dies ist euer erster Gig in Berlin. Was erwartet ihr?

Wir sind nie hier aufgetreten, waren aber im letzten Sommer mal da und haben Sightseeing gemacht. Wir haben viele Fans hier und freuen uns auf eine Mordsshow in der Hauptstadt.

Was steht als nächstes für euch an?

Musik. Wir fangen gerade mit der Arbeit an einem neuen Album an. Bis dahin wird 2017 non-stop durchgetourt.

JINJER
King Of Everything
(Napalm / Universal)
VÖ: 29.07.2016

…und hier geht’s zum Facebook-Event!

www.jinjer-metalband.com

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