SCUMBUCKET – Sarsaparilla


Lautstarke Leidenschaft.



Über SCUMBUCKET und gerade ihre Positionierung mag man ja denken und sagen was man will, denn obgleich sie auf eine inzwischen 14-jährige Bandgeschichte verweisen können, wurde die Kombo doch lange Zeit von Presse und anderen Seiten vermeintlich allein als Nebenprojekt von BLACKMAIL gewertet. Dass dies allerdings nicht nur damals schon als absolute Bagatellisierung zu verstehen war und man jedem dafür ordentlich auf die Finger hätte hauen müssen, sollte eben jenen Kritikern und Zweiflern spätestens jetzt klar werden. Was mit dem Heliophobia Re-Release Ende 2009 begann, gipfelt nun nämlich nicht zuletzt dank des neuen Albums Sarsaparilla in einer überaus eindrucksvollen Rückmeldung der drei Koblenzer.

Von Minute eins an ergießt sich eine wahre Gitarrenorgie über dem Hörer, da wird in die Saiten gegriffen, dass Ausdrücke wie „Brett“ und „Wand“ durchaus nahe liegen – jedoch geht dies an keiner Stelle auf Kosten von Melodie und Struktur, sondern verschmilzt in Einklang mit instrumentalem Rest plus Kurt Ebelhäusers Gesang zu einer angenehm homogenen Rockmasse. Dem kam vermutlich auch zugute, dass Basser Dylan Kennedy nach einigen Jahren Abstinenz zu dem erklärten Liebesprojekt zurückgekehrt ist und nun nicht nur wieder eine der musikalischen Säulen bildet, sondern vor allem komplettierendes Element darstellt – einer Band, die nicht spielt um irgendetwas zu sein, sondern die sind, um zu spielen. Mit Herz und Leidenschaft, nicht Berechnung und geplantem Ziel. Herrliches, weil auch rares Gut.

SCUMBUCKET live am 10.10.2010 im White Trash Fast Food

SCUMBUCKET
Sarsaparilla
(Nois-O-Lution / Indigo)
VÖ: 16.04.2010

http://www.scumbucket-music.com
http://www.myspace.com/scumbucketmusic
http://www.noisolution.de

Autor: [EMAIL=verena.gistl@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der
Website]Verena Gistl[/EMAIL]

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