[:SITD:], PAINBASTARD und DESTROID am 28.09.2007 im K17

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Zwischen überschwänglicher Euphorie und einem misslungenen Label-Abend.
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DESTROID


Mit Bestie:Mensch erschien diesen September das dritte reguläre Album des spätestens seit dem Clubhit ‚Snuff Machniery‘ international bekannten Ruhr-Trios [:SITD:]. In diesem Zusammenhang, wie auch sonst üblich, erfolgt nun eine Promo-Tour durch Deutschland, bei der es sich das Label („Accession-Records“) nicht nehmen ließ, gleich noch zwei „weniger“ bekannte Bands mitzuschicken. Dieses Prinzip ist ja gängig, und dem Konzertbesucher werden neben einem Hauptact noch zwei Bands zusätzlich geboten, was zur Bildung eines „Mini-Festival-Feelings“ beitragen könnte, sofern das Label bei der Auswahl der zu promotenden „weniger populären“ Vorbands ein gutes Händchen bewiesen hat.

DESTROID


Dies ist nun das Stichwort, um direkt ein paar Worte über die Vorbands zu verlieren.
Als Erste betraten DESTROID die Konzertbühne des K17. Angeführt von Mastermind DANIEL MYER konnten sie eine zu diesem Zeitpunkt doch schon sehr ordentlich gefüllte Konzerthalle bewundern. DR. MYER, wie er in Fachkreisen genannt wird, kann im Gegensatz zu den übrigen Teilnehmern dieser Veranstaltung bereits auf jahrelange Musik- (mit HAUJOBB seit 1993) und somit enorme Bühnenerfahrung zurückgreifen. Den Sound selbst kann man recht schwer in irgendeine Schublade stecken, vorwiegend angetrieben durch Breakbeats, treibende Baselines und Herrn MYERs sehr markanten Gesang alles meistens im Midtempo ergibt etwas, was man durchaus als intelligenten Elektroindustrial bezeichnen kann. Klangtechnisch war der Auftritt auf höchstem Niveau, sehr authentisch im Vergleich zu den Studioaufnahmen, ja fast professionell. Es wurden meist Titel aus dem letzten Album gespielt und zwei, drei aus dem Ende Oktober erscheinenden Album Loudspeaker vorgestellt, welche das Konzept des Projektes eindeutig weiterverfolgen und als DESTROID-Titel widererkennbar sind.

PAINBASTARD


Nach einer kurzen Bierhol-Umbau-Pause ging es mit dem zweiten Act des Abends weiter: PAINBASTARD. An dieser Stelle sei gesagt, dass dessen Sänger ALEX auch tatkräftig aktiv beim Bühnenaufbau mitgeholfen hat. Dieser schnell gewonnene Sympathiepunkt ging allerdings durch seinen wirklich sehr lächerlichen Bühnenanzug, bestehend aus einer Hells-Angels-Lederkombi mit angeklebten Sägeblättern aus Plastik auf den Schultern, kurze Zeit später wieder verloren. Da wäre jeder WoW-Spieler vor Neid erblasst! Zum Glück soll es hier nicht um Mode, sondern um Musik gehen – also kommen wir zum Wesentlichen was den Auftritt angeht und leider auch zu der großen Enttäuschung dieses Abends. Mit einer durchweg viel zu verzerrten Stimme, vermeintlich hartem Gesang, welcher allerdings nur als Geschrei zu vernehmen war und viel zu sehr im Hintergrund stand, entwickelte sich eine nicht wieder erkennbare und mir unsympathische Geräuschkulisse – sehr, sehr schade.

PAINBASTARD


Nach der Bierhol-Umbau-Pause-Nr.2 war es endlich soweit und die Headliner des Abends, [:SITD:], betraten die Bühne zu den Klängen des Titels ‚Herbsterwachen‘ aus dem erst vor kurzem erschienenen Album Bestie:Mensch. Als anschließend Sänger CARSTEN auch noch auf der Bühne erschien war das Publikum nicht mehr zu halten und bejubelte enthusiastisch die drei Jungs. Im Gegenzug und als Reaktion auf die überaus euphorische Begrüßung entwickelten die Bühnenprotagonisten für den Rest des Konzertes ein konstantes Lächeln. Eindeutig ein Zeichen von Spaß an der Arbeit.

[:SITD:]


Neben bekannten [:SITD:]-Hits wie ‚Lebensborn‘ und ‚Snuff Machinery‘ gab es als Zugabe natürlich auch einiges von dem aktuellen Album zu hören. So präsentierten [:SITD:] unter anderem das kraftvolle ‚Stammheim‘ und den eher ruhigeren Titel ‚Displaced‘.
Mit einer im Gesamtbild gelungenen Songauswahl, ausgesprochen professionellem Auftreten sowie Sounds in „nahezu“ Studioqualität erfüllten [:SITD:] nahezu alle denkbaren Fan-Erwartungen. Also: Ein sehr gelungenes Konzert – gerne wieder.

[:SITD:]


Weitere Bilder vom Konzert findet ihr in unseren www.sitd.de
www.myspace.com/xsitdx
www.painbastard.de
www.myspace.com/painbastard
www.destroid.de
www.myspace.com/destroidmusic
www.k17.de

Foto © Ivo Dmitrov

Autoren: Ivo Dmitrov und [EMAIL=christoph.albrecht@bands-in-berlin.com?Subject=Kontakt von der Website]Christoph Albrecht[/EMAIL]

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