Sofa Surfers | Anders geht immer

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Wir verlosen 2 x 1 Platz auf der Gästeliste für das Konzert im Privatclub (Berlin). Zur Teilnahme liket unsere Facebook-Page, teilt diesen Post und schickt uns eine Nachricht!

Die SOFA SURFERS sind alte Hasen im Business. Angesichts von 20 Jahren Bandgeschichte darf man das ruhig so sagen. Und dennoch: Auf Bewährtes zu setzen, kommt für die Österreicher nicht in Frage. Elf Alben haben sie bereits aufgenommen. Elf Alben, von denen keines wie das andere klingt. Dub und Techno wechseln sich dabei mit Breakbeat-Elementen, Downbeat und Trip-Hop ab. Während die Gruppe in den 00er-Jahren vor allem mit analogen Instrumentierungen spielte, setzt ihr aktuelles Album Scrambles, Anthems and Odysseys nun gänzlich auf Elektronik. Doch woher kommt die Vielfalt? Kurz vor ihrem Auftritt im Rahmen von Popmonitor Live am Mittwoch (16.03) im Privatclub (komplette Tourdaten siehe auch unten) stand uns die Band noch für ein Interview zur Verfügung. Mit Popmonitor sprach Drummer MICHAEL HOLZGRUBER über neue Wege, 80s-Pop und grantige Elemente…

Elf Platten in 20 Jahren – wie sticht euer aktuelles Album heraus?

Das ist eigentlich unser erstes komplett elektronisches Album. Vor eineinhalb Jahren ist Wolfgang Schlögl ausgestiegen. Wir haben uns gefragt, wie wir weitermachen sollen und wollten dann etwas ganz anderes machen.

Ist der neue Sound eine Konsequenz aus der veränderten Bandbesetzung?

Schwer zu sagen. Es war nicht so, dass er ausgestiegen ist, weil wir ein anderes Album machen wollten. Er war eher der, der immer die Live-Electronics gemacht hat. Wir haben erst gedacht: Wenn er weg ist, fehlt das total. Dann war uns aber klar, dass wir immer noch ein Team von Produzenten sind und ein elektronisches Album aufnehmen können.

Titel wie „Beyonder Girl” oder “The Fixer” klingen vor allem nach 80er-Pop.

Ja, wir wollten Refrains haben, die Ohrwurm-Qualität besitzen. Klingt immer doof, ist aber so. Wir sind alle Pop-Musik-Hörer und Kinder der 80er. Bei „Woody’s Ballad“ haben wir einen Haufen Phil Collins gehört. Das ist immer der running gag, denn eigentlich sind wir gar keine Fans von ihm. „Beyonder Girl“ hat einen Hauch von Prince. Das hört man nicht direkt heraus – dafür haben wir genug neue Einflüsse eingebracht.

Eine Mischung aus Altem und Neuem also?

Genau! Wir wollten unsere Erinnerungen an die 80er und 90er noch einmal bearbeiten. Beim nächsten Album kann das wieder ganz anders sein. Vielleicht kommt dann Metal. (lacht) Uns ist es wichtig, die Produktionsweise jedes Mal zu ändern.

Gleichzeitig flirtet ihr mit HipHop. Rapperin Soulcat E-Phife ist gleich auf zwei Tracks zu hören.

Ja, das ist nicht ganz neu für uns, aber wir hatten schon länger keinen HipHop mehr. Auf dem Album wollten wir etwas Grantiges haben.

Grantig?

Das sagt man so in Österreich. Hier kann das auch ein Aufbegehren im positiven Sinne sein. Dieser Teil hat uns noch gefehlt. Wir wollten eine Frau für den grantigen Part – als Gegensatz und für die Abwechslung. Soulcat E-Phife gibt dem Album einen neuen Aspekt.

Aus einigen Songs sprechen soziale Gedanken. Gab es ein gesellschaftliches Ereignis, das besonders dazu beigetragen hat?

Es ist nicht so, dass wir mit einem neuen Album die Probleme dieser Welt bearbeiten wollen. Das ist eher unbewusst passiert. Wir wollen nicht den Zeigefinger auf jemanden richten, eher eine Hoffnung ausdrücken. Definitiv ist das Album aber nachdenklicher und blendet die Flüchtlingsthematik nicht aus.

Was hat es in diesem Zusammenhang mit dem Cover auf sich?

Wir haben zum Anfang des letzten Jahres beschlossen, dass wir auf einem Boot sein wollen – in einer für uns fremden Stadt der Zukunft. Natürlich interpretieren das viele so: Auch wir könnten einmal Flüchtlinge in einer Stadt der Zukunft sein, die ein bisschen asiatisch anmutet.

Mit Blick auf das anstehende Konzert: Welche Songs spielst du live am liebsten?

„Scramble“und „Woody’s Ballad”! Natürlich spielt man die neuen Songs am liebsten. „Bread and Circuses“ mag ich auch. Soulcat E-Phife wird nicht dabei sein, aber von hinten als Screen zu sehen sein. Das ist live eine viel rockigere Nummer. Überhaupt proben wir eineinhalb Monate nach den Aufnahmen immer für die Live-Auftritte. Das Ganze ist dann druckvoller, damit die Leute nicht einschlafen. (lacht) Da braucht man mehr Dynamik. Wir freuen uns auf jeden Fall schon!

www.sofasurfers.info

…und hier geht’s zum Facebook-Event!

Live

15.03.2016 Dresden
16.03.2016 Berlin
17.03.2016 Leipzig
18.03.2016 Frankfurt Main
19.03.2016 Dortmund
20.03.2016 Regensburg

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