Switchfoot – Where The Light Shines Through

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Mögen sie sich auch nie so bezeichnet haben, so sind SWITCHFOOT bis heute eine der erfolgreichsten christlichen Rockbands, ähnlich wie RELIENT K, mit denen sie gerade auf Tour sind. Ihren zahlreichen amerikanischen Fans bringen sie ihr zehntes Studioalbum nah, mal wieder produziert von John Fields.

Nun kann man sagen, dass Switchfoot nie inhaltlich so tief waren wie andere religiöse Gruppen (etwa JARS OF CLAY) und schon gar nicht so gute Songwriter des Amirock wie etwa FOO FIGHTERS, aber Where The Light Shines Through dürfte auch für ihre Anhänger kein Highlight sein.

Respektabel ist der Versuch, wie im Auftaktsong „Holy Water“ ins Psychodelische zu gehen, aber sonst herrscht 08/15-Poprock, der weder wirklich von Jesus noch von irgendwem inspiriert zu sein scheint. Einzig bei „If The House Burns Down“ finden die vier Herren um JON FOREMAN (Gitarre) zu alter Power zurück.

Peinlich wird es bei „Looking For America“, in dem man betont vorsichtig versucht, mithilfe des Patriotismus die Rechtsentwicklung der USA zu kritisieren. Weder die Band noch der eingespannte Gospel-Rapper LECRAE scheinen mitbekommen zu haben, dass Amerika schon seit langem nicht mehr „the land of the free“ ist. Die gewaltige Spaltung in Arme und Reiche läuft ja gerade unter dem Banner des Patriotismus (Trump!).

Vielleicht wäre es an der Zeit, sich zur Ruhe zu setzen. Die Musiker spielen seit 2005 in dieser Formation zusammen, haben eine Menge humanitäre Kampagnen unterstützt und Familien gegründet sowieso.  Wie wär’s also mit einem Best of im nächsten Jahr und gut ist?

Switchfoot
Where The Light Shines Through
(Vanguard Records)
VÖ: 08.07.2016

www.switchfoot.com

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