THE FRAMES – The Cost

Mehr Emotionen, weniger Rock.



Einen Hang zum Dramatischen hatten THE FRAMES ja schon immer. Viele große, ausladende Balladen, der flehende Gesang von GLEN HANSARD, dazu die irischen Geigen – in dieser Kombination machte das alles die Band zu einer erfreulichen, wenn auch nicht für jedermann leicht bekömmlichen Besonderheit im Rockgeschäft. Seit dem vorzüglichen letzten Album Burn The Maps gelten sie nun gar als einer der erfolgreichsten Indie-Exporte von der grünen Insel.

Keine leichte Aufgabe, da anzuschließen, oder dem gar noch etwas hinzuzufügen. Und tatsächlich, die Zutaten sind die alten (siehe oben), nur das Mischverhältnis hat sich noch mehr hin zur tragischen, unmissverständlichen Geste verschoben. Weniger Härte, weniger Kampf, und wenn doch, dann nur mit den Emotionen. Akustische Instrumente haben mehr Raum zugestanden bekommen, mehr Fluss ist zu spüren – vielleicht ist das ja der Grund, warum THE FRAMES das neue Album in leichter Übertreibung als ihre 70s-Folk-Platte bezeichnen. Am eigenen Schaffen gemessen, mag das immerhin noch stimmen.

Was es festzuhalten gilt: The Cost hat – trotz einiger großer Songs – deutlich weniger Hitqualitäten als sein Vorgänger. Schlimm ist das aber nur, wenn man nicht gewillt ist, den FRAMES auch mal in etwas seichtere Gewässer zu folgen.

THE FRAMES
The Cost
(Anti/SPV)
VÖ: 24.11.2006

www.theframes.ie
www.anti.com

Autor: [EMAIL=sebastian.frindte@bands-in-berlin.com?Subject=Kontakt von der Website]Sebastian Frindte [/EMAIL]

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