THE HAPPY END – Echoes Of Jericho


Psychedelisches Rauschen im Hier und Jetzt.



THE HAPPY END, eine Art deutsche Indie-All-Star-Band mit Mitgliedern von Bands wie Beige GT, Mio Myo oder Sexo Y Droga, destillieren auf ihrem Debütalbum Echoes Of Jericho allseits beliebte Zutaten aus Psychedelik, Shoegaze und Krautrock und kreieren daraus ein überaus hypnotisches, von konsequenter Experimentierfreude und entrückter klanglicher Vielfalt durchsetztes Gebräu aus Sound und Song.

Eingängigere Songs wie ‚Polarbear‘, ‚Black Cancer‘ oder ‚Good Times‘ als Popsongs im herkömmlichen Sinne zu bezeichnen, ist im Kontext eines permanent zu vernehmenden hintergründigen Rauschens gleichermaßen vermessen und wahr zugleich, sind hier doch sich aus einem stets engmaschigen Dickicht aus organisch eingebetteten, gleichwohl schweren Feedbackschleifen und sonstigen (elektronischen) Störgeräuschen schälende klare Melodien und zwingende Hooklines zu vernehmen, und wer sich angesichts dieser Kraft und Schönheit an Bands wie The Jesus And Mary Chain, Swervedriver, Ride oder Black Rebel Motorcycle Club erinnert fühlt, liegt hier sicherlich richtig.

Stücke wie das mit mächtigen Gitarrenwänden wuchernde ‚Endscapes‘ und das abschließende ‚At Least‘ sowie die minimalistischer und atmosphärischer gehaltenen ‚Destroy Your Brilliant Career‘ oder das zehnminütige ‚All Different Drugs‘ mit teilweise auszumachenden Pink Floyd-Bezügen zu Ummagumma-Zeiten beschwören dagegen eher einen hedonistisch ausformulierten, experimentellen 60er-Psychedelik-Nachhall, dessen charmante anachronistische Anmutung Echoes Of Jericho nicht zuletzt zu dem macht, was es definitiv ist: ein wahrlich fulminantes, mächtiges Debüt!

THE HAPPY END
Echoes Of Jericho
(Festplatten / RDS / Cargo)
VÖ: 06.08.2010

www.thehappyendisnear.com
www.myspace.com/thehappyend

Autor: [EMAIL=thomas.stern@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Thomas Stern[/EMAIL]

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