The Hellacopters – Overdriver

Ein weiteres Respektwerk ist da. Schon ihr Comeback 2022 meisterten THE HELLACOPTERS stark und cool. Statt jetzt die Hände in den Schoß zu legen oder nur noch Hittouren zu veranstalten, schreiben sie weiter knackigen Classic Rock, diesmal allerdings ohne DREGEN.

Overdriver trommelt mit „Token Apologies“ problemlos die Szene zusammen. Funkelnde Keys und klirrende Gitarren schießen ihr hier um die Ohren. So und nicht anders muss das.

Sänger NICKE ANDERSSON will sich in den Texten nicht als Superheld aufspielen. Er stellt sich im Rocker „Don’t Let Me Bring You Down“ und im Powerpop „(I Don’t Wanna Be) Just A Memory“ bescheiden als offener Typ mit Problemen dar. Andererseits ist es heutzutage durchaus angesagt, issues zu haben („Coming Down“). Für den Hörer gibt’s dann auch Kopf-Hoch-Parolen („Soldier On“). Selbst will Andersson aber nicht gerettet werden, schon gar nicht mit Religion („Doomsday Daydreams“).

Mit „Wrong Face On“ geben die Schweden mit Speed einen Style vor, den eine Retro-KI wohl noch nicht nachzuahmen im Stande wär. Gerade die Drum-Arbeit von ROBERT ERIKSON macht sie immer noch hörenswert. Geil rock’n’rollig wird in Songs wie „Faraway Looks“ aufgespielt, als ob nichts wär und „Do You Feel Normal“ strotzt vor Melodie. Statt sich ihre alten Platten reinzuziehen, ab zu ihren nächsten Deutschland-Gigs!

 

The Hellacopters
Overdriver
(Nuclear Blast)
VÖ: 31.01.25

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