The Maledictions – Bury Me Sweet Ghost

Nachdem der New Yorker Musiker KEVIN ORTON 2003 das Album Femme Noir herausgebracht hatte, scharrte sich die Gruppe THE MALEDICTIONS um ihn. Diese nahmen zwei Jahre später mit Idle Hands einen kleinen Klassiker des Gothic Americana auf. Das diesjährige Album Bury Me Sweet Ghost versprüht dagegen eher den edlen Charme von Gentlemen wie LEONARD COHEN oder GET WELL SOON.

Wehleidig vom ersten Stück „All I’ve Left Behind“ an croont sich Orton durch 12 traurige Gitarrenfolk-Songs. Abschied kann er nicht nehmen von der verblichenen „Laura“: Er fasst das depressive Gefühl des nie endenden Wartens von Hinterbliebenen in schöne Worte wie „Tomorrow Is Yesterday“ und „There ain’t no end and there ain’t no grave for all the love that you couldn’t save“ („No End, No Grave“).

Auf die folkrockigen Ursprünge weist „Shiver“ hin mit E-Gitarre, Kirmesorgel und „Halleluja“-Gesängen mit SUZANNE KAISER. Schön schaurig ist die Stimmung besonders bei „Less Than Kind“ oder „Blow Wind Blow“, wenn Orton Räuberpistolen erzählt.

Neben den zart und liebevoll instrumentierten Kammerpoppern wie dem Titelstück stört eigentlich nur, dass Orton immer auf die selbe Weise singt. Auf Dauer nutzt sich das ab und hilft nicht der hohen Qualität dieses Albums.

The Maledictions
Bury Me Sweet Ghost
(Anvil)
VÖ: 07.02.2017

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