THE MOOG – Sold For Tomorrow


Hungry for Hungary?



Was optisch auf den ersten Blick auf die tausendste neue Band von der Insel schließen lässt, kommt in Wahrheit von viel weiter östlich. THE MOOG aus Budapest sind „Ungarns heißester neuer Musikexport“. Den jugendlichen Magyaren ist es gelungen, was bisher nur zwei andere Bands vor ihnen geschafft haben (und diese mit nur sehr mäßigem Erfolg): von einem US-Label unter Vertrag genommen zu werden, in diesem Falle von Musick Recordings.

Mit ihrem Erstling Sold For Tomorrow legen Tonyo, Ádi, Csabi, Gergö und Norbi ein kurzes, aber knackiges und mitreißendes Debüt vor. Garagenrock- und Pop, der sich aus Sechziger-Jahre-Pop, Siebziger-Jahre-Punkrock und Britpop nährt. Das Ganze hört sich im Endergebnis dann so an, als würden Mando Diao Songs von den Beatles neu interpretieren, mit gelegentlicher Einmischung von Debbie Harry, Joey Ramone und den Strokes. Der nur 40-minütige Longplayer wurde von Legende Jack Endino (Nirvana, Soundgarden, Hot Hot Heat) in Budapest und Seattle abgemischt.

Einmal in den CD-Player eingelegt, verströmt der Sound augenblicklich Spaß und Energie, schon der Opener ‚Your sweet neck‘ empfiehlt sich als morgendliches Aufwecklied für trübe Tage. Diese Linie zieht sich durch das gesamte Album, einzig der letzte Titel ‚Xanax Youth‘ sticht bezüglich der Länge und des eher spacigeren Sounds aus dem fröhlichen Gute-Laune-Brei heraus. THE MOOG werden mit Sold For Tomorrow die Musiklandschaft sicherlich nicht revolutionieren, nett anzuhören sind sie aber allemal.

THE MOOG
Sold For Tomorrow
(India/ Rough Trade)
VÖ: 29.02.2008

www.moog.hu
www.myspace.com/moogband

Autor: [EMAIL=sandra.wickert@popmonitor.de?Subject=Kontakt von der Website]Sandra Wickert[/EMAIL]

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