THE RIFLES – No Love Lost


Straighter Indiepop mit großem Hitpotenzial.



Mit ihrem Debütalbum No Love Lost liefern die RIFLES aus London sicherlich eines der Indiepop-Alben der vergangenen Monate. In ihrer Heimat bereits seit Monaten extrem gehypet und von ex-Blur Graham Coxon zu dessen neuer Lieblingsband erkoren, können die Jungs um Sänger JOEL STOKER den Standard der auch hier zu Lande bereits hinlänglich bekannten Singles ‚Repeated Offender‘ und ‚Local Boy‘ auch über Albumlänge größtenteils mühelos halten, insbesondere ‚Repeated Offender‘ besticht durch einen unwiderstehlich tanzkompatiblen Drive und Smiths-reminiszente Gitarren. Ohnehin überzeugen die Songs auf No Love Lost, in denen überwiegend die britische Alltagskultur humorig thematisiert wird, generell mit diesem von einer Band wie The Jam bekannten Straightforward-Biss mit packendem Punch und mitreißenden Melodien.

Nur gelegentlich geht es in Songs wie ‚Spend A Lifetime‘ oder ‚She’s The Only One‘ auch mal gefühlvoller und nahezu akustisch instrumentiert zu, doch anschließend wird meist schnell wieder ein rasanteres Tempo vorgelegt und auch die Gitarren umso derber in den Vordergrund gerückt (‚Hometown Blues‘, ‚Repeated Offender‘).
Dem von Ian Broudie produzierten Debüt der RIFLES wohnt vielleicht nicht ganz die musikalische und emotionale Tiefe vieler derzeit angesagter Brit-Kollegen inne, weiß dafür aber umso mehr als ungemein peppiger, nach vorne preschender und jederzeit schwer hitverdächtiger Indiepop zu überzeugen, der zudem noch bestens zu den derzeit herrschenden hochsommerlichen Temperaturen passt.

THE RIFLES
No Love Lost
(Red Ink/ Sony BMG/ Rough Trade)
VÖ: 14.07.2006

THE RIFLES am 23.09.06 live in Berlin/ Postbahnhof

www.therifles.co.uk

Autor: [EMAIL=thomas.stern@b-i-b.de?Subject=Kontakt von der Website]Thomas Stern[/EMAIL]

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