THE SHINS live am 09.04.2004 im Mudd-Club

Bitte nicht lesen! … war scheiße!!! … nicht die Band!!!!!

Was hätte eine wunderschöne Konzertreview meiner Kollegin Rebecca über die beatleesque Genialität der SHINS und die pavementsche Leichtigkeit von PRESTON SCHOOL OF INDUSTRY werden können, endete (mit Verlaub gesagt) in einem riiieeesen Haufen Scheisse. Als freier Musikredakteur in Berlin hat man‘s auch nicht leicht, was bedeutet dass man nicht wie manch ein gesegneter Kollege im Kölner Raum sein Geld mit seiner Passion verdienen kann. Doch Geld ist nichts weiter als lustig bunt bedrucktes Papier. Und so begab es sich das am besagten Tag des 09.04.2004 die liebe Rebekka, ihresgleichen ein riesen SHINS-Fan, sich leider anderweitig damit beschäftigen musste, um wahrscheinlich das Übel der Menschheit zu verdienen. Das führte dann dazu, dass der liebe Mirco (der Erzähler dieser Ich-Perspektive) ungeahnt der musikalischen Fähigkeiten der SHINS nur mit der Information, dass der Gitarrist der ehemalige Phallussymbolträger von PAVEMENT gewesen sein soll, im Nachrückverfahren in den Mudd-Club ging, um dieses Slackerfest zu rezensieren. Hervor schicken muss man noch das mir von für Berlin ungewöhnlich vielen Aufträgen viel zu spät, nämlich in den Nachmittagstunden des 09. April einfiel, heute zu den SHINS zu müssen/zu dürfen und dass es für die redaktionelle Konzertankündigung nun auch schon zu spät war. Dann muss die Review um so besser werden (haha!).

Also organisierte ich mich kurz um und begab mich, grundsätzlich überfordert, nach Mitte, um gleich mal am Mudd-Club vorbei zu tigern und mir die große Hamburger Strasse einmal aus beiden Perspektiven zuzuführen.
Als ich meinen Weg zurück und den Mudd-Club endlich gefunden hatte, ging erstaunlicher Weise mit der Akkreditierungsliste alles in Ordnung und meine Wenigkeit enterte die Venue. Ein wunderschöner Weinkeller, der mit seinen viel zu niedrigen Räumen und viel zu wuchtigen tragenden Elementen nicht gerade zu den zuschauerfreundlichsten Veranstaltungsorten im Berliner Stadtgebiet zählen dürfte. Was bei eher schlecht als recht besuchten Konzerten noch einigermaßen funktionieren könnte, erwies sich beim (nehm ich an) ausverkauften SHINS-Konzert als viel zu heiße unübersichtliche Sardinenbüchse… (Und könnte mir mal bitte einer erzählen, warum immer ausgerechnet ich da stehe, wo die Leute, die Ihren Arsch nicht an Ort und stelle stehen lassen können, ihre Wege bahnen???)

So sei es, PRESTON SCHOOL OF INDUSTRY enterten die Bühne, damit man ihren Bereich von Schlüsselbein bis zu den Haarspitzen bewundern konnte. Was ich ja auch getan hätte (das mit dem bewundern), doch man sollte nicht glauben, wie ablenkend eine Hose sein kann, die sich noch vor vier Wochen als warme Alternative zur Berliner Kälte erwiesen hat, welche sich in der Hitze des Mudd-Cubs in einen kratzigen Kamelhaarteppich verwandelt. Und so versuchte ich mich von einem Bein auf das andere tänzelnd den Indierock-Künsten der Industrieschüler aus Preston zu widmen.
Genau in dem Moment, als ich meine Hose vergessen hatte, entschloss sich der Fisch, den ich (zufälliger Weise christlich korrekt für Karfreitag) zwei Stunden vorher, erwärmt vom Vortag, zu mir genommen hatte, in mir in etwas Böses – etwas sehr Böses – zu mutieren. Dieses original Alien das sich gerade häuslich in meinen Eingewieden eingerichtet hatte, machte mir auf seine ganz eigene Art und Weise klar, dass es diese in Kürze zu verlassen gedenke – auf dem einen oder dem anderen Weg. Da es sich bei meiner Person um ein Exemplar der Gattung „Heimscheisser“ handelt, presste ich so gut ich konnte die beiden Extremitäten meines Glutaeus Maximus zusammen, in der Hoffnung die heimischen Gefilde noch zu erreichen, den Mudd-Club noch vor dem Ende der Vorband zu verlassen.

Womit sich dieser Konzertabend erledigt hatte. Auf diesem Wege möchte ich mich noch bei den Besitzern des Cafe „Meilensteins“ bedanken, deren Toilette ich aufgrund des zu geringen Zurückhaltevermögens meiner Pobacken ohne vorher oder nachher (was für ein Gedanke) etwas konsumiert zu haben, aufs unchristlichste schändete und dieses, daheim angekommen, noch ein paar mal zu wiederholen. Sowas nenne ich einen Scheiß Abend!

http://www.meine-gesundheit.de/krank/rahmen/durchfal.htm

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